Das Reden und das schlüssige Erklären dürfte nicht gerade die Stärke des Marchtrenker Buchautors und Energetikers Martin Weber sein. Die Zuhörer, die im Marchtrenker „KulturRaum TRENK.S“ interessiert seinem Vortrag „Heilung ohne Methode“, lauschten, schien das aber nicht zu stören.

Ein Porträt von Kurt Guggenbichler

Erlebt hat das Publikum im Endeffekt einen „Vortrag ohne Struktur“, auch wenn Weber selbst sicher ganz genau wusste, wovon und worüber er sprach. Denn lediglich glauben hieße nichts wissen, postulierte er von der Bühne hinein in einen gutbesetzten Saal, in dem vor allem viele Frauen die Ausführungen des Gurus gebannt verfolgten.

Weber nimmt für sich auch in Anspruch, ein Wissender zu sein in Bezug auf gezielte Aktivierung der Selbstheilungskräfte, und zwar durch Intuition – wie er sagt. Seinen Angaben zufolge ist der gebürtige Peuerbacher Weber ein „Erfolgstherapeut vieler Spitzensportler“, obwohl er seine Gabe, „Energie zu sehen und zu spüren“, erst mit 51 Jahren entdeckt habe.

Zuvor sei er in anderen Branchen und Metiers tätig gewesen und erst danach habe er eine Ausbildung zum Heilmasseur gemacht. Schließlich fand Weber zu seiner „wahren Berufung als Energetiker“ mit eigener Praxis in Marchtrenk, auch wenn er kaum noch Einzelberatungen mache, wie seine „Partnerin“ Salome betont.

Denn seit 2009 bemüht sich Energetiker Weber, die Menschen in Vorträgen und Seminaren „einen Schritt näher zum Verstehen der wahren Mechanismen zu führen, die in uns allen wirken“ wie er etwas umständlich formuliert.

Herz und Intuition

Inhaltlich erfährt man bei seinen Vorträgen einige althergebrachte Weisheiten und wohl auch Wahrheiten (Alles ist Energie), aber auch Banalitäten (Erkenntnis ist Selbsterfahrung), gepaart mit Überzeugungen (Jeder Mensch ist sein eigener Heiler) und der Feststellung: „Wir können kein Friedenslicht holen, wo ständig Krieg ist.“

Gesundheit, so Webers Credo, müsse heute neu gedacht werden, nämlich mit Herz, mit Logik und mit Intuition. Basta!