Mit der umstrittenen Zahl an verfügbaren Intensivbetten wird einerseits Panik verbreitet, andererseits werden die grundrechtswidrigen Corona-Maßnahmen damit begründet. Karl Lauterbach (SPD) forderte 2019, jede zweite Klinik zuzusperren. Und obwohl unverständlicherweise auch mitten in der Corona-Krise eine Pleitewelle bei den Krankenhäusern zu verzeichnen ist, befindet nun ein weiterer Gesundheitsexperte, es gäbe noch zu viele. 700 sollen geschlossen werden!

  • Forderungen nach Strukturreformen und Schließung von hunderten Krankenhäusern in Deutschland
  • Massive Spitals-Pleitewelle während Corona-Krise
  • Mangel an Pflegekräften besteht seit Jahren – in der „Pandemie“ wurden es noch einmal um 9000 weniger
  • Die Logik der Experten macht stutzig

Gewinnorientierung problematisch

Schon seit ungefähr 15 Jahren unterliege das deutsche Gesundheitssystem einer sehr negativen Entwicklung. Durch fortschreitende Privatisierung von Spitälern und ein dazu passendes Abrechnungssystem würden die Spitäler zunehmend gewinnorientiert handeln, analysierte der Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen und Epidemiologie Dr. Friedrich Pürner in seinem neuen Buch „Diagnose Pan(ik)demie“, wie Wochenblick unlängst berichtete. „2019 forderte Lauterbach noch, jede zweite Klinik zu schließen. Gleichzeitig wird ein Jahr später Stimmung gemacht, man müsse aufpassen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde“, stellte er fest.

Auch der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken (G-BA), Josef Hecken, sieht Bedarf für eine grundlegende Reform der Krankenhausversorgung in Deutschland. Deutschland brauche nicht mehr, sondern deutlich weniger Spitäler. Jede dritte Klinik sei überflüssig, berichtet die Epoch Times. „Wir haben zur Zeit 1.900 Krankenhäuser, 1.200 wären genug“, befindet der Experte. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung kam bereits 2019 ebenfalls zu dem Schluss, dass es in Deutschland um etwa 800 Kliniken zu viel gäbe, wie Wochenblick berichtete.

Spitals-Pleiten und Abbau von 9.000 Pflegekräften

Aufgrund der Corona-Krise seien die Spitäler an der Grenze zur Überlastung, wird immer wieder Panik verbreitet. Das diese schon seit Jahren über zu wenig Personal und dadurch verursachte Überlastung klagen, darüber hat Wochenblick berichtet. Umso schwerer nachzuvollziehen ist da der Umstand, dass während der Corona-Krise, nur im Zeitraum von April bis Juli 2020 die Zahl der Pflegekräfte um 9000 Personen geschrumpft ist, wie auf RT berichtet wird. 20 Spitäler hätten bereits schließen müssen, mit 34 weiteren sei zu rechnen. Und eine Studie zur wirtschaftlichen Lage der Krankenhäuser sieht beinahe ein Drittel der Krankenanstalten in Baden-Württemberg von der Pleite bedroht, wie der SWR unlängst berichtete.

Verbesserung durch Schließungen?

Wie das alles zusammenpassen soll, kann wohl nur ein „Experte“ erklären: Es droht die Überlastung durch Corona und gleichzeitig gehen Krankenhäuser Pleite und Fachkräfte in der Pflege werden zu Tausenden abgebaut. Um die Situation zu verbessern, fordern Gesundheitsexperten noch mehr Schließungen von Spitälern – von Hunderten. Logisch, oder?

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