Gewalt eskaliert im
Immer wieder kam es im berüchtigten "Dschungel von Calais" zu massiven Ausschreitungen sowie Brandstifterei durch Asylwerber.

Ein Dschungel mitten in Europa: Niemand weiß, was im „wilden Lager“, in dem tausende afrikanische Männer im nordfranzösischen Calais leben, tatsächlich vor sich geht. Jetzt eskaliert die Gewalt, es gibt Tote und Vergewaltigungen, die französische Regierung will das Camp auflösen.

Die Medien nennen das nicht kontrollierte Asyl-Warte-Lager in Nordfrankreich den „Dschungel von Calais“. Für die französische Regierung ist der „Dschungel“ eine Schande, der veranschaulicht, wie wenig Europa dem Asylandrang Herr wird. Für die Polizei ist der „Dschungel“ eine No-Go-Area. Gemäß Angaben von Ende August lagern 10.000 Migranten (!), vorwiegend aus Afrika, in Calais und warten auf ihre Weiterreise nach England oder Zentraleuropa, wobei sich ihre Zahl innerhalb der drei Sommermonate verdoppelt haben soll.

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Ein Toter bei Afrikaner-Schlägerei

Anfang dieser Woche eskalierte die Gewalt erneut. Am Montagabend habe es eine Schlägerei zwischen etwa 50 betrunkenen Flüchtlingen aus Eritrea und dem Sudan gegeben, teilte die Polizei des Departements Pas-de-Calais am Dienstagabend mit. Es gab Verletzte, ein Mann starb sogar.

Afghanen vergewaltigen Dolmetscherin

Ebenfalls Montagabend soll ein TV-Team, welches vor Ort Filmaufnahmen machte, Opfer eines Überfalls geworden sein. Ein TV-Journalist war in Calais mit seiner afghanischstämmigen Paschtu-Dolmetscherin unterwegs, als sie von mit Messern bewaffneten Afghanen überfallen wurden. Die Männer hätten zunächst die Ausrüstung des Journalisten stehlen wollen. Dann habe einer der mit einem Messer bewaffneten Afghanen die 38-jährige Dolmetscherin zum Sex gezwungen. Die beiden anderen Männer hätten den 42-jährigen Journalisten mit Messern auf Abstand gehalten. Die Behörden leiteten umgehend Ermittlungen ein.

Asyllobby-Organisationen kritisieren Räumung

Unterdessen hat das französische Verwaltungsgericht die „Räumung des Lagers“ durch die Behörden genehmigt, nachdem französische Bürger wiederholt gegen das Asyl-Lager protestiert hatten. Dem gegenüber stehen mehrere Pro-Asyl-Nichtregierungsorganisationen, welche sich gegen die Räumung stemmen und auf die Menschenrechte der jungen Männer im Lager hinweisen. Die NGO´s hatten kritisiert, dass bei einer zu schnellen Räumung des Lagers „nicht auf die individuelle Situation jedes einzelnen Flüchtlings geachtet werden könne.“

In dem Urteil des französischen Gerichts heißt es, eine zügige Evakuierung verstoße nicht gegen den „Grundsatz des Verbots unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“. Ähnlich einseitig wie die Pro-Asyl-Organisationen betrachten auch heimische Medien die Zustände von Calais: So kamen zwar heuer dutzende Berichte im ORF, die sich zumeist aber nur mit der Perspektive der illegalen Migranten – z.B. deren mutmaßlich schlechten Lebensbedingungen – befassten…

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