Diesen Montagmorgen hat die französische Polizei begonnen, das als „Dschungel“ bekannte Migranten-Lager im nordfranzösischen Calais zu räumen. Bereits am Sonntag kam es zu heftigen Ausschreitungen seitens junger Einwanderer. 

Dabei warfen einige Afrikaner Steine auf Polizisten, die Beamten mussten Tränengas einsetzen.

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Das geht aus Berichten des Nachrichtensenders BFMTV hervor. Die Polizisten kämpften sich am Montag durch ein Flammenmeer:

In dem Lager lebten laut Hilfsorganisationen mehr als 8.300 Menschen, darunter zahlreiche illegal aufhältige junge Männer aus Afrika. Im Umfeld des „Dschungels“ kam es immer wieder zu Versuchen seitens der Einwanderer, LKWs auf der nahen Autobahn nach Großbritannien anzuhalten bzw. zu erstürmen. Auf diese Weise wollten zahlreiche von ihnen illegal nach Großbritannien gelangen.

Einwanderer gewalttätig

In dem seit der Asylkrise 2015 erheblich größer gewordenen „Dschungel“ kam es regelmäßig zu gewaltsamen Ausschreitungen. Erst vor wenigen Tagen vergewaltigten Afghanen eine Dolmetscherin in dem Lager brutal. („Wochenblick“ berichtete) Im Vorfeld sowie während der Räumung leisteten zahlreiche junge Afrikaner Widerstand:

„Wir wollen nach Großbritannien“, erklärten viele von ihnen. Die britische Regierung lehnt eine weitere Aufnahme der zahlreichen Asylwerber ab. Im „Dschungel“ sollen sich auch rund 200 linksextreme „No-Border-Aktivisten“, die die Asylwerber offenbar zum gewaltsamen Widerstand anstacheln, befinden. Nur mit großer Mühe konnte die französische Polizei am Sonntag heftigere Ausschreitungen verhindern:

Die Asylwerber sollen nun auf 450 Aufnahmezentren in ganz Frankreich verteilt werden. Die Polizei hat für die Räumung des „Dschungels“ insgesamt eine Woche veranschlagt. Rund 1.250 Polizisten werden dafür eingesetzt. Experten bemängeln, dass es auch bei einer Verteilung der Asylwerber zu erneuten Unruhen kommen könnte und fordern konsequente Abschiebungen.

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