Die Negativ-Schlagzeilen aus der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz reißen nicht ab. Am Mittwoch wollten lettische Berufskriminelle einen Komplizen in einem Linzer Hotel bei lebendigen Leib verbrennen. Am selben Tag beraubten „Ausländer“ einen Mann am Linzer Hauptbahnhof. Am Donnerstag verprügelten und beraubten Unbekannte einen Mann in der Rudolf-Kunst-Gasse. Wann darf die Exekutive endlich mit Härte reagieren?

Von Willi Huber

Fälle wie dieser sind eigentlich nur aus Weltmetropolen mit einer intensivkriminellen Szene oder aus Hollywoodfilmen bekannt. Fünf gewerbsmäßige Schwerverbrecher reisten nach Linz. Was sie genau im Schilde führten ist noch unbekannt, scheinbar ging es um betrügerische Handlungen mit Bankkonten. In einem kleinen Hotel am Graben in der Innenstadt prügelten drei von ihnen einen Vierten in die Bewusstlosigkeit. Danach legten sie an zwei Stellen des Zimmers Feuer und ergriffen die Flucht.

Zwei beherzte Polizisten, die als erste am Tatort erschienen, retteten dem Opfer das Leben. Der Mann wurde per Hubschrauber ins AKH Wien geflogen, wo er auf einer Spezial-Intensivstation für Verbrennungen behandelt wird. Weshalb in den Medien zunächst von einem deutschen Staatsbürger die Rede war ist unbekannt. Tags darauf erklärte der Linzer Polizeidirektor Pilsl unmissverständlich, dass es sich um Letten handelt.

Drei der Kriminellen konnten von der Polizei an unterschiedlichen Orten am Mittwoch und Donnerstag festgenommen werden. Sie wurden in die Justizanstalt Linz eingeliefert, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Über den Verbleib des fünften Letten ist nichts bekannt.

Überfälle und Raubgeschehen

Ebenfalls am Mittwoch wurde ein 53-Jähriger am Bahnhofplatz von drei „Ausländern“ gestoßen und beraubt. Die Täter hätten seinen Wohnungsschlüssel und sein Mobiltelefon entwendet. Der Mann aus dem Bezirk Linz-Land erlitt dabei eine leichte Verletzung am Arm. Die Polizei sucht nach Zeugen für den Vorfall, der sich gegen 10 Uhr Vormittag zugetragen haben soll.

Tags darauf war ein 29-jähriger Linzer gegen 20.00 Uhr in der Rudolf-Kunst-Gasse in Linz-Ebelsberg unterwegs. Dort sollen ihn drei Männer zu Boden geprügelt und beraubt haben. Die Beute: Ein Fußball-Fanschal. Es wäre in diesem Fall also möglich, dass es sich um eine milieubedingte Straftat, begangen durch Fußball-Hooligans handelte. Eine Täterbeschreibung liegt nicht vor. Das Opfer musste im Unfallkrankenhaus behandelt werden.