demo linz gewerkschaft

Die Gewerkschaft rief am Dienstag zu einer Demonstration gegen die geplante Arbeitszeitflexibilisierung und das mögliche Aus der „Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt“ (AUVA) auf.

Bei ihrem „Sternmarsch für ein soziales Österreich“ durch Linz fanden sich rund 2.000 Teilnehmer ein. Neben Bediensteten der Arbeiterkammer und der OÖGKK bestimmten auch viele Personen aus dem gemeinnützigen Vereinswesen wie beispielsweise der „FAB“ das rote Straßenbild.

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Kundgebung vor Wirtschaftskammer

Von ihren Dienststellen aus marschierten die Demonstranten während ihrer eigentlichen vom Steuerzahler finanzierten Dienstzeit über den Hauptbahnhof bis zum Hessenpark, wo sie vor der dort situierten Wirtschaftskammer eine Kundgebung gegen „die Zerstörung des Sozialstaates durch die schwarzblaue Bundesregierung“ abhielten. Nachdem der etwas holprige Reim „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unseren Sozialstaat raubt“ mehrmals skandiert wurde, verlagerte sich die Kundgebung vor das Linzer Landhaus.

Auch die Aktivisten der Linksextremen „Antifa“ möchten in Zukunft nicht bis zu 12 Stunden täglich arbeiten

Kritik der Wirtschaftskammer

Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer zeigte indes wenig Verständnis. „Das Land braucht konstruktive Gespräche und keinen Straßenprotest“. Die Reformen im Sozialsystem seien notwendig und die Wirtschaftskammer bekenne sich dazu. „Über die Maßnahmen kann man zwar sehr wohl diskutieren, die Ziele stehen aber außer Streit“, sagt Hummer weiter.

Auch Linksextreme anwesend

Auch die zeitlich ohnehin flexiblen Pensionistinnen der „Omas gegen Rechts“ und Mitglieder der gewaltbereiten extrem linken „Antifaschistischen Aktion“ (Antifa) mischten sich unter die Demonstranten.

Unterschiedliche Teilnehmerzahlen

Bei der Anzahl der Teilnehmer ließen die Veranstalter und manche Medien ihrer Fantasie freien Lauf. Der „ORF“ spricht von 4.500, die AK will gleich 10.000 Demonstranten gezählt haben.

Bereits am kommenden Freitag soll eine weitere Demonstration gegen die geplante Arbeitszeitflexibilisierung folgen.