Gotteslästerei und Erbsenzähler 1
Gott kann man nicht für sich pachten. Auch nicht als Bischof. (Bildkomposition: Karikatur/Wochenblick; Hintergrund/Pixabay)

Lieber Bischof Michael Bünker

und Oberhaupt der evangelischen Kirche in Österreich. Auf Grund ihrer jüngsten öffentlichen Äußerung, erlaube ich mir, darauf hinzuweisen, dass ihre Kirche gut daran täte, sich aus der Politik herauszuhalten – schon aus historischen Gründen. Darf ich Sie an die alles andere als rühmliche Rolle ihrer Glaubensgemeinschaft während der Nazizeit erinnern, in dem diese ohne zwingende Not einen willigen Wegbegleiter des Hitler-Regimes und seiner verbrecherischen Ziele spielten. Die Nachfahren dieser evangelischen Kirche – und damit sind Sie gemeint – lassen sich nun, so scheint es, vor den Karren linksextremer Kreise spannen, in dem sie den blauen Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer der Gotteslästerei bezichtigen, nur weil dieser auf seinen Wahlplakaten die Hilfe Gottes für sein mögliches künftiges Amt erbittet. Fallen nun auch alle anderen Gelöbnisformeln und Schwüre, die meist mit der Bitte „so wahr mir Gott helfe“ der Gotteslästerung anheim oder messen Sie einfach nur mit zweierlei Maß wie das so viele Menschen in diesem Land gern tun: Die so genannten Guten ins Töpfchen und die sogenannten Schlechten ins Kröpfchen.

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Bitte denken Sie darüber einmal nach, wünscht sich Ihr

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kurt.guggenbichler@wochen-blick.at

 

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