Im April 2017 raste ein illegaler Einwanderer und Asylwerber, der Usbeke Rakhmat Akilov, gezielt mit einem gestohlenen Truck in eine Menschengruppe in der Stockholmer Fußgängerzone von Drottninggatan („Wochenblick“ berichtete).

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

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Grab 30 Mal verwüstet

Er ermordete dabei 5 Menschen und verletzte 14 weitere Personen schwer. Akilov bekannte sich zum Islamischen Staat (IS) und wurde zu lebenslanger Haft mit anschließender lebenslanger Ausweisung aus Schweden verurteilt. Eines der Opfer war die 11-jährige Ebba Åkerlund.

Seit ihrer Beerdigung wurde ihr Grab 30 Mal verwüstet, berichtet das Magazin „Samtiden“. Der Täter soll ein amtsbekannter, illegaler Einwanderer sein.

Täter erwischt – Behörde lässt ihn wieder frei

Jetzt ging der Vater von Ebba, Stefan Åkerlund, in einem Facebook-Posting verzweifelt an die Öffentlichkeit. Nach mehrmaliger Verwüstung des Grabes, habe er selbst die Sache in die Hand genommen und es bewacht. So habe er den Täter auf frischer Tat ertappt und bei der Polizei angezeigt. Diese habe den Mann nach einer Stunde wieder laufen lassen. „Wie kann es sein, dass ein Mann, der in Schweden bis 2019 ein Einreiseverbot hat, nie das Land verlassen hat?“ Der Mann sei mehrmals angezeigt worden. In der „Sandkiste“ des schwedischen Parlaments gebe es viele Parteien, kritisierte Åkerlund, aber keine könne das Land kontrollieren.

Auch Grab von Olof Palme verwüstet

Laut Åkerlund habe der Mann weitere Gräber am Friedhof geschändet. Auch jenes des ermordeten schwedischen Premierminister Olof Palme. Die Grabsteine wurden mit Wachsöl übergossen, das nicht mehr entfernt werden kann. Åkerlund postete auch ein Foto von Ebba’s verwüstetem Grab.

Schwedischer Staat ermöglichte Terroranschlag

Åkerlund schrieb sich sein Leid, seine Ohnmacht und seinen Zorn in einem Kommentar in der Tageszeitung „Expressen“ von der Seele. Darin kritisierte er die rot-grüne Regierung aufs Schärfste. „Eine kopflose Einwanderungspolitik und Behörden, die ihren Job nicht erledigt haben, führten zur Ermordung meiner Tochter und dazu, dass auch mein Leben für immer zerstört ist“, heißt es.

Hätte der schwedische Staat und die politischen Führer der letzten Jahrzehnte so gehandelt, wie man es in einer modernen, gut organisierten Gesellschaft erwartet, hätte der Terrorist Akilov niemals an diesem Tag in der Fußgängerzone sein können, auch nicht in Schweden…

Åkerlund: Kommission soll Behörden kontrollieren

Die Umstände des Terrorattentates wurden nie wirklich untersucht – insbesondere, warum sich der Attentäter trotz Ausweisung noch im Land aufhalten konnte. Wegen der unfähigen Staatsverwaltung will Akerlund mit Unterstützern nun eine unabhängige Kommission gründen, die solche Fälle künftig untersucht, Fakten sammelt, analysiert, Maßnahmen empfiehlt und bei ähnlichen Fällen Behörden und Führungskräfte kontrolliert und zur Verantwortung zieht. Ihr erster Fall solle der Terroranschlag vom 7. April 2017 sein, schlägt er vor.