Was sich momentan auf Gran Canaria abspielt ist möglicherweise die Vorwegnahme der Entwicklung in Mitteleuropa, wenn die unkontrollierte Masseneinwanderung unverändert weiter geht: Bürger werden mit ihren Nöten von ideologieverblendeten Politikern ignoriert, fühlen sich im Stich gelassen. Weil der Staat die öffentliche Sicherheit nicht gewährleisten will oder kann, greifen die Einheimischen nun schon zur Selbsthilfe.

Derzeit formieren sich auf den Kanaren Bürgerwehren, nachdem die unkontrollierte illegale Zuwanderung von nordafrikanischen Bootsmigranten ungehindert weiterläuft und es immer häufiger zu Eigentums- und Gewaltdelikten auf der Insel kommt. Der ehemalige Radio- und TV-Moderator Elmar Hörig, der auf der Urlaubsinsel seinen Zweiwohnsitz hat, berichtet auf Facebook von schockierenden Zuständen: Die Verbrechenszahlen gehen steil nach oben, manche Orte sind nicht wiederzuerkennen. So habe die Inselregierung angekündigt, zum Schutz der Bevölkerung Einheiten der Guardia Civil anzufordern. Weil diese Maßnahme, zumal in Corona-Zeiten, allerdings viel zu lange dauert, haben sich erste Milizen von Anwohnern gebildet, die kriminelle Migranten in Schach zu halten versuchen.

Situation vergleichbar mit griechischen Inseln

Inseln sind grundsätzlich soziale Miniaturversionen von Flächenstaaten. Wie unter der Lupe lassen sich hier im Kleinen von außer herbeigeführte gesellschaftliche Veränderungen im Zeitraffer beobachten. Auf den Kanarischen Inseln geschieht infolge der afrikanischen Immigration seit drei Monaten genau das, was zuvor schon auf den den Inseln Lampedusa, Chios und Lesbos im Mittelmeer zu beobachten war, die als Anlaufstellen der Massenmigration dienen: Sogenannte Schutzsuchende dringen ein, belästigen und verängstigen die Inselbevölkerung. Ihren Frust darüber, nicht sofort ins gelobte Land weiterreisen zu können, leben die Kanaren-Flüchtlinge zunehmend auf ähnliche Weise aus, wie dies ihre „Schicksalsgenossen“ auf Lesbos taten: Diese fackelten dort nicht nur das Lager Moria ab, sondern zerstörten reihenweise Kirchen, Kulturbauten und sogar jahrtausendealte Olivenhaine auf der Insel.

Unzufrieden mit Unterbringung im Luxusressort

Auf Gran Canaria macht Corona es den „Boat People“ dabei besonders leicht. Hotelburgen, Appartements und Luxusressorts stehen pandemiebedingt leer und sind damit geradezu „sturmreif“. Doch auch ganz offiziell quartierten die Behörden schon viele der aus Marokko und Mauretanien ankommenden Flüchtlinge in Ferienanlagen ein. Als Folge davon durften sich dann die im Lockdown eingesperrten Deutschen und Engländer (die dort zu dieser Jahreszeit normalerweise Urlaub machen) im Internet anschauen, wie junge, männliche Afrikaner relaxed in Hotelpools planschen und unter Palmen ihre baldige Weiterverbringung aufs EU-Festland erwarten.

Weil diese paradiesischen „Urlaubsimpressionen“ allerdings auch in den afrikanischen Herkunftsländern gesehen werden und dort noch mehr Nachreisende anlocken könnten, begann die Inselregierung mit der Verlegung der Flüchtlinge von den Hotels in Militärbaracken und leerstehende Kasernen. Das schmeckte vielen „Schutzsuchenden“ natürlich nicht: Prompt starteten größere Gruppen von Flüchtlingen gewaltsame Randale – und verwüsteten im Puerto Rico Ressort, im Süden der Insel, komplette Hoteletagen.

Wieder andere versuchten am letzten Wochenende, durch „Hungerstreiks“ die erhöhte Aufmerksamkeit der europäischen Flüchtlingslobby zu erheischen. Offiziell protestierten sie gegen ihnen angeblich entgegenschlagende „Fremdenfeindlichkeit“ der kanarischen Bevölkerung.

Die wahre Absicht hinter den Aktionen dürfte allerdings eher sein, neben den Mittelmeer-Seenotrettungsrouten möglichst bald auch einen „Hilfskorridor“ über den Atlantik zu erzwingen und dazu auf die europäischen Regierungen Druck ausüben, sie endlich – nach dem Vorbild der Moria-Flüchtlinge – direkt zu sich einzufliegen. Weil der Migrationsdruck ungehindert steigt, immer mehr Afrikaner anlanden und weder die spanische Regierung noch Frontex daran etwas ändern wollen, wird dies vermutlich nur noch eine Frage der Zeit sein. Deutschland hat ja bekanntlich „Platz“ – und eine Kanzlerin, die von bereichernden Neubürgern nicht genug bekommen kann. (DM)