Weil die Kosten für die „Integration“ der Migranten in Schweden rasant ansteigen, muss anderswo gespart werden. Etwa bei den Senioren. Ein Beispiel dafür ist die südschwedische Stadt Oskarshamn (Landkreis Kalmar). Dort werden jetzt drei Altenwohnheime geschlossen und spart damit 3 Millionen Euro Kosten ein. Arabisch sprechenden Migrantinnen hingegen zahlt die Stadt künftig die Führerschein-Fahrstunden. Kosten in einer ersten Phase: 40.000 Euro. 

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Arabisch nach Schwedisch größte Sprachengruppe

Seit der Migrationswelle von 2015 hat sich Bevölkerungsstruktur in Schweden deutlich verschoben: die zweitgrößte Sprachgruppe nach Schwedisch ist heute Arabisch. 800 Jahre lang, bis 2018, war es Finnisch, das nun auf Platz drei liegt. Diese Verschiebung zeigt sich überall und ist mit hohen Kosten verbunden.

Senioren zahlen drauf

Wie berichtet, sparen die Kommunen immer öfter bei den Senioren. In Ystad wurde Essen auf Rädern gestrichen, die Heizung gedrosselt, die Reinigung eingeschränkt. Auch beim Personal für die Altenbetreuung wird überall gespart. Viele der neu eingestellten Betreuer sprechen kaum Schwedisch. Das erschwert den Umgang mit den Senioren und kann schlimme Folgen haben: insbesondere in Notfällen, wo schnelles Reagieren und Handeln gefragt ist. Die Gewerkschaft sieht diese Entwicklung mit Sorge.

Straßenverkehr: Hohes Unfallrisiko bei Migranten

Laut einer im Jänner 2019 veröffentlichten Studie des schwedischen Verkehrsinstitutes sind Migranten, vor allem aus dem Nahen Osten und Nordafrika, bei Verkehrsunfällen überrepräsentiert. Ihr Unfallrisiko ist um 270 Prozent höher als bei schwedischen Fahrern. Das ausgerechnet in jenem Land, das berühmt für seine sicheren Straßen war. Gründe dafür sind andere Standards in den Heimatländern und die andere Mentalität der Migranten. Mit einer Studie, die Steuerzahlern 340.000 Euro kostet, sollen gegensteuernde Maßnahmen erarbeitet werden.

Führerschein-Kampagne auf Arabisch

20 Prozent der Führerscheinkurse werden aktuell auf Arabisch abgehalten. Die Durchfallquote in dieser Gruppe sei aber deutlich höher als bei den ethnischen Schweden, heißt es. Deshalb startete die Verkehrsbehörde – auf Kosten der Steuerzahler – eine Informationskampagne mit fünf Trailern, in denen vorwiegend auf Arabisch erklärt wird, wie man in Schweden zum Führerschein kommt. Die Hauptrolle in der Mini-Filmserie „Yalla Körkort“ (auf zum Führerschein) spielt ein arabisch sprechender Blogger und Influencer, der in Schweden lebt.