Wie kann man nur so herzlos sein? Ein Jäger hatte am 15. Dezember einen stark verwahrlosten Hund in einer Schottergrube in Lochen gefunden. „Das kleine Häufchen Elend saß neben einem Futtersack am Wegesrand und konnte vor lauter Fell und Verfilzungen kaum gehen oder etwas sehen“, berichtet die „Pfotenhilfe“. Jetzt wurde das inzwischen geständige Herrchen ausgeforscht –  es handelt sich um einen 40-jährigen Innviertler aus Mattighofen.

Die Polizei Friedburg-Lengau hatte sich auf die Suche nach dem Besitzer des einjährigen Tieres gemacht, das weder gemeldet noch gechipt war. Der 40-Jährige wird nun wegen Tierquälerei sowie mehrerer Verwaltungsübertretungen angezeigt.

Tier-Expertin entsetzt

Die „Pfotenhilfe Lochen“ hat sich liebevoll um den kleinen Wuffi gekümmert. Als sie das verwahrloste Tier sah, soll sich Geschäftsführerin Johanna Stadler entsetzt gezeigt haben! „An den Zähnen sieht man, dass der Hund erst ein bis zwei Jahre alt ist. Die total verfilzten Fellberge waren so üppig und schwer, dass ich ihn zuerst scheren musste, um überhaupt zu erkennen, dass es sich um einen unkastrierten Rüden der Rasse Shih Tzu handelt“, erklärt sie.

Wuffi war voller Kot und Urin

„Danach habe ich ihn noch gebadet und der Kleine war nicht wiederzuerkennen. Es ist schockierend und nicht nachvollziehbar, wie man ein Tier so vernachlässigen kann, dass es so aussieht! Er war voller Kot und Urin und muss daher mindestens monatelang inmitten seiner eigenen Fäkalien eingesperrt oder angekettet gewesen sein“, so der schockierende Report von Stadler.