Just am Vorabend des Jahrestages des ersten Corona-Falles in Österreich verkündete Sebastian Kurz, dass er sich die israelische Idee des „grünen Impfpasses“ gut vorstellen kann. Deshalb möchte der Kanzler bei einem EU-Gipfel am heutigen Donnerstag dafür werben, dass dies europaweit zum Standard wird. Kann er seine Kollegen nicht davon überzeugen, dann will er einen nationalen Alleingang machen. Das ist auf mehreren Ebenen problematisch.

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

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Gerade einmal zwei Tage ist es her, als ich in einem Kommentar feststellte, dass es wohl nur eine Frage der Zeit ist, bis Kurz seinen Gefallen an der Idee findet und sein Mantra der Freiwilligkeit endgültig über Bord wirft. Es tut mir fast schon leid aber: Wochenblick warnte im Voraus und dürfte wohl wieder Recht behalten haben. Dies war bereits beim zweiten Lockdown und dem De-Facto-Testzwang der Fall und ist sicherlich auch ein Mitgrund, weshalb uns immer mehr Leser mehr vertrauen als der herkömmlichen Einheitspresse.

Wie in einem Drehbuch läuft alles ab…

In einer Sache habe ich mich aber geirrt. Denn trotz des üppigen Schmelzwassers infolge der frühlingshaften Temperaturen floss nicht allzu viel Wasser die Donau herunter, ehe die entlarvende Absicht spruchreif wurde. So oder so: Es macht den Eindruck, als spielen die Mächtigen jeden nächsten Schritt in einem Horror-Szenario ab. Das kann man sich als politisch interessierter Mensch zusammen reimen, manchmal wirkt es aber so irreal und absurd, als befände man sich in einem komatösen Alptraum und warte man darauf, dass jemand die Aufwachphase einleitet…

Beinahe peinlich genau halten sie sich auch an ein aus Kanada geleaktes Papier, das laut den Faktencheckern der Eliten freilich auf falschen Informationen beruhen soll. Trotzdem kommt dort auch die Einführung eines neuen Impfpasses vor, der von allen Restriktionen befreien soll. Man mag ja von sogenannten „Verschwörungstheorien“ halten, was man will – aber ziemlich viele hatten einen wahren Kern und gerade in der Corona-Krise scheint sich eine nach der anderen nachträglich zu bewahrheiten, bis hin zum kürzlich doch für möglich erklärten Ursprung des Virus im Labor.

Impfung als Eintrittskarte für weite Teile des Alltags?

Zurück zu den Implikationen des Kurz-Vorstoßes: Vom Geschäftsessen über den Friseurbesuch bis hin zu Fußballspielen und Konzerten – all das könnte in absehbarer Zeit nur mehr für Geimpfte möglich sein. Für Reisen über die Grenze – und sei es nur ein Besuch bei wenige Kilometer entfernten Freunden – soll der digitale Wisch überhaupt zum Goldstandard werden. Der Rest muss draußen bleiben – und wer weiß auf welche Sauereien sie noch kommen. Vielleicht kassieren demnächst schon Leute eine Strafanzeige, weil sie ohne Impfung gegen die Regierung protestierten?

Mit Freiwilligkeit hat das alles wenig zu tun und ich sehe es an vorderster Front. Meine Herzallerliebste ist als Bayerin deutsche Staatsbürgerin. Ihre Eltern wohnen weniger als eine Autostunde entfernt, Start- und Zielort sind Weiler mit zweistelliger Einwohnerzahl. Geht es nach Kurz, darf sie sich in wenigen Monaten entscheiden: Entweder sie lässt sich impfen oder sie sieht ihre Familie, vielleicht abgesehen von deren Begräbnissen, nie wieder. Das ist die „Freiwilligkeit“, die sie meinen: Ein lupenreines ‚Friss oder Stirb‘ ist es.

Totale Überwachung als mögliches Endziel

Noch viel gefährlicher ist aber jener Teil, dass das ganze natürlich digital ablaufen soll. Denn auf die Idee, irgendwelche Bewegungs- und Nutzerdaten abzugreifen, käme auch gar keiner der Mächtigen. Und welche Möglichkeiten und Befugnisse hätte man dazu auch, haben wir etwa eine ehemalige Managerin des größten Mobilfunkbetreibers heute als Wirtschaftsministerin? Würde man jemals irgendwelche Auswertungen damit machen, um zu kontrollieren wie viel und wohin sich die Schäfchen bewegen? Oh, warte, genau das ist längst alles bereits passiert – unter der Worthülse des Gesundheitsschutzes.

Damit wird totale Überwachung der Bürger möglich. Sie wollen sich für die Polizeischule anmelden? Tut uns leid, jemand in Ihrem Haushalt war bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen. Sie wollen eine neue Krankenversicherung abschließen? Dafür müssen Sie aber tief in die Tasche greifen, Sie haben ihren „grünen Impfpass“ im letzten Monat drei Mal bei einem Schnellkost-Restaurant vorgelegt. Sie wollen einen Kredit? Leider nein, Sie haben auf demselben Handy regierungskritische Medienseiten besucht. Klingt surreal? Der Internationale Währungsfonds schlug Letzteres bereits vor Monaten allen Ernstes vor.

Am Weg zum gläsernen Bürger

Viel davon ist Zukunftsmusik, aber es ist ebenso technisch möglich wie denkbar. Denn verkauft wird das im Zweifelsfall als Mischung von Fortschritt, Sicherheit und Freiheit – den wohl wichtigsten wie am häufigsten missbrauchten Wörtern unserer Zeit. So wirbt auch die Initiative „ID2020“ – Bill Gates und die üblichen Verdächtigen in seinem Umfeld sind natürlich dabei – offiziell für die digitale Emanzipation der Entrechteten weltweit. Tatsächlich dürften die Absichten, jedem Menschen rund um den Globus eine digitale ID zu verpassen, allerdings in eine andere Richtung gehen.

Kritiker sorgen sich, dass dies nur eine Etappe am Weg zum gläsernen Bürger ist. Und wessen öffentliche Existenz von der Gunst mächtiger IT-Konzerne und Datenbanken abhängig ist, den könnte man auch ganz schnell beseitigen, wenn er zu „lästig“ wird. Nur diesmal nicht in einem Hollywood-Blockbuster, sondern in der Realität. Und die Eliten gehen damit inzwischen ziemlich ehrlich um: Das freie Internet wollen sie etwa knallhart wegregulieren – das zeichneten Merkel, Macron & diverse EU-Granden in einem Gast-Artikel für mehrere Zeitungen sogar höchstpersönlich – Wochenblick berichtete.

„Great Reset“-Schwab & Co. finden Impfpass toll

Kurz und Konsorten finden die Sache mit dem „grünen Impfpass“ also toll – und das verwundert kaum. Aber raten Sie einmal, wem die israelische Idee noch gefällt? Richtig, dem Weltwirtschaftsforum und dessen Gründer Klaus Schwab. Ja, derselbe, der in einem Buch mit dem schillernden Namen „The Great Reset“ von einer Neuordnung der Welt im Sinne der Globalisten und damit ziemlich ehrlich von den Plänen der Machtklüngel sprach.

Kurz als glühender Verfechter der „Agenda 2030“

Ein Kanzler also, der vorne herum den Volkstribun spielt, der die Volksgesundheit, die Grenzen und vielleicht auch noch das Klima schützt – aber hintenherum alles durchsetzt, was im geheimen Kämmerchen zwischen Politikern, Globalisten, finanzkräftigen Stiftungen und anderen politischen Akteuren wie einschlägigen NGOs gemauschelt wurde, verwundert Sie? Hätte es aber nicht müssen, denn Transparenz lebt diese Regierung oft äußerst still. Das heißt, die fragwürdigeren Daten parkt man zwar auf irgendeinem Server, großartige Medien-Arbeit leistet man dazu aber nicht.

Oder hätten Sie gewusst, dass das Bundeskanzleramt sein Bekenntnis zur „Agenda 2030“ (bekannt auch durch den ‚Kreis des Bösen‘, den manche Unterstützer am Revers tragen – was es damit auf sich hat, lesen Sie hier) bereits seit Jahren ganz offen auf seiner Webseite preisgibt? Dass Kurz hier die unter seinen roten Vorgängern mitbeschlossenen Pläne zur „Transformation unserer Welt“ einfach wortlos übernahm? Ist aber so – und genau in diesem Licht sollte man auch sein weiteres Handeln in der Krise betrachten.

Nur freie Medien klären über diese Agenda auf

Von den üppig alimentierten Mainstream-Medien kann man das freilich nicht erwarten: Die „Krone“ etwa schreibt schon wieder von einem Instrument, mit dem „das normale Leben wieder losgeht“. Das ist auch das Framing, das Kurz & Co. mit ihren Plänen für den „digitalen Impfpass“ beabsichtigt. Fallen Sie darauf nicht ein – es geht alles in Richtung des kontrollierbaren, gläsernen Bürgers, den man einfach „abschalten“ kann, wenn er zu einem „Fehler“ in diesem System wird.

Mit Gesundheitsschutz oder Demokratie hat schon lange nichts mehr zu tun – jetzt geht es um die Umsetzung einer knallharten globalistischen Agenda. Und ob man mich dafür für einen „Verschwörungstheoretiker“ hält, ist mir eigentlich ziemlich egal. In Wirklichkeit wünsche ich mir sogar, dass ich mich diesmal irre. Denn auch mir wäre die „alte“ Normalität lieber als die „neue Normalität“ aus den Giftküchen all jener, welche die dystopischen Romane von Orwell, Huxley & Co. für eine Gebrauchsanweisung hielten.

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