Ekelhaft: Insekten als Nahrungsquelle der Zukunft

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Schleimig aber vitaminreich

Ekelhaft: Insekten als Nahrungsquelle der Zukunft

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Wenn es nach dem World Economic Forum geht, werden wir bald Insekten und Kunstfleisch essen, um den “Klimawandel” zu stoppen und die Ernährung auf “Nachhaltigkeit” umzustellen. Wem da nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, ist vermutlich ein “Klimaleugner”.

„Einmal eine Juniortüte mit schleimigen Wurm-Burger, knusprigen Heuschrecken-Pommes und Mehlwurm-Cola, bitte. Und als Nachspeise einen Skorpion am Stiel.“ – Könnte sich so zukünftig eine Bestellung in einem Schnellrestaurant anhören? Ja, wenn es nach gewissen Ernährungs-Experten und führenden Wirtschaftsbossen geht.

Seit Jahren wird uns eingeredet wie ungesund und schlecht der Fleischkonsum doch wäre. Nun soll der Schwenk der Nahrungsmittelindustrie gänzlich vollzogen werden. Anstatt Geflügel, Schwein und Rind, heißt es zukünftig wohl bald Milbe, Made und Schabe.

Andere Länder, andere Essgewohnheiten

Was klingt, wie der kulinarische Traum von Timon und Pumbaa könnte mit etwas Pech zur Normalität in Europa werden. Die EU hat schon vor zwei Jahren Insekten als „neuartige Lebensmittel“ eingestuft, der Wochenblick berichtete. Sprich: die Vorbereitungen auf Insektennahrung laufen schon längst.

In vielen Teilen der Welt ist der Verzehr von Insekten keine Neuheit, etwa in Afrika, Asien und Mittel- und Südamerika. Ob sich der europäische Gaumen auf diese “kulturelle Bereicherung” freut, kann bezweifelt werden. Denn die Vorstellung ist in unserem Kulturraum kaum bis gar nicht verbreitet und dementsprechend mit Ekel verbunden.

Globales Ziel “nachhaltige Ernährung” 

Wenn es nach WEF, Gates & Co. geht, so könnten Insekten als Nahrungsmittel Fleisch zur Gänze ersetzen um “den ökologischen Fußabdruck zu schmälern” und um Fettleibigkeit vorzubeugen. Seit neuestem wird auch das Argument ins Feld geführt, dass Entomohagie, so heißt der Verzehr von Insekten im Fachjargon, den Welthunger besiegen könnte. Die Krabbeltiere würden laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen bereits heute zahlreichen Menschen als Nahrungsquelle dienen. So erklärte etwa UN-Generalsekretär Antonio Guterres dazu:

„Es ist nicht akzeptabel, dass der Hunger auf der Welt zunimmt, während wir pro Jahr mehr als eine Billionen Tonnen an Lebensmittel verschwenden. Es ist an der Zeit, dass wir die Art, wie wir Nahrungsmittel produzieren und konsumieren, ändern. Die Neugestaltung des globalen Nahrungsmittel-Systems ist unabdingbar, wenn wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen.“

Insofern könnte das oben genannte Beispiel einer Bestellung gar nicht mehr so abwegig klingen. Geröstete Wespen statt Rostbraten, panierte Heuschrecken statt Schnitzel, Würmer-Patties statt Faschierten. Essbare Insekten werden uns wohl immer öfter von Systemmeiden als “Innovation” im Lebensmittelsektor angepriesen werden. Jedoch stößt die Vorstellung Käfer und Würmer zu verzehren bei vielen auf eine natürliche Ablehnung. Nicht nur aus geschmacklichen Gründen sondern auch, weil vermutlich jene Herrschaften, die von uns verlangen Insekten zu essen, voraussichtlich selbst weiterhin Steaks, Koteletts und all das Fleisch verzehren, dass dem Pöbel verwehrt bleiben soll.

Bereits im Handel erhältlich

In der Bundesrepublik wandern die essbaren Krabbeltiere längst über die Kassa. So werden etwa gekochte Termiten, Insektenburger oder Heuschrecken-Pommes über eine Supermarktkette vertrieben. Auch auf dem deutschen Internet-Markt halten essbare Insekten inzwischen Einzug und werden in den verschiedensten Formen angeboten. Und es gibt auch bereits Restaurants, in denen Gäste Buffalo-Würmer oder frittierte Spinnen probieren können. Über das Internet gibt es sie als Snacks (z. B. frittierte gewürzte Heuschrecken), in Schokolade oder Honig, gemahlen als Insektenmehl (z. B. als Zutat für Insektennudeln) sowie als Proteinriegel und -pulver.

In Österreichs Regalen ist davon noch nichts zu sehen. Aber es gibt bereits eine Leitlinie für gezüchtete Insekten als Lebensmittel. Diese legt zum Beispiel fest, dass gezüchtete Insekten nur dann in den Verkehr gebracht werden dürfen, wenn sie nach der Tötung einer Hitzebehandlung oder anderen Methoden wie zB einer Hochdruckbehandlung unterzogen wurden, um Keime, Parasiten und Bakterien abzutöten.

Es wird nicht bei Insekten bleiben

Das World Economic Forum weist darauf hin, dass unsere Nahrungsmittel-Kette für bis zu 37 Prozent der menschengemachten Emissionen von Treibhausgas verantwortlich sei. Dass es nicht bei Insekten bleibt, ist also bereits beschlossene Sache. Künftig sollen auch Gräser, Kunstfleisch und Menschreste dargeboten werden, der Wochenblick berichtete. Aber wer weiß, vielleicht bekommen wir auch einfach in Zukunft Impfung mit den notwendigen Nährstoffen zu unseren Vitamin-Pillen zur rektalen Einfuhr.

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