Kommenden Sonntag finden im rot-grünen Hamburg die Bürgerschaftswahlen statt. Zwei Tage davor ist eine Groß-Demo von Fridays for Future geplant, zu der Greta Thunberg höchst persönlich anreist, bestätigte ihr Manager-Vater Sven. Die Grünen, die laut aktuellen Umfragen im Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Sozialisten (SPD) liegen, könnten vom Rückenwind durch Greta durchaus profitieren.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

„Hamburg wählt Klima“ ist das Motto der geplanten Großdemo, mit der Fridays for Future zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl ein politisches Zeichen setzen will. Im Aufruf zu ihrer Kundgebung schreibt die Ortsgruppe: „Wir fordern von der Hamburger Politik parteiunabhängig die Umsetzung unserer Forderungen und eine Überarbeitung des Klimaplanes“. Hamburg ist eine Hochburg der Klimaschützer. Bei den früheren Fridays for Future Aufmärschen im September und November 2019 nahmen in Summe an die 100.000 Menschen teil. Ob Gretas Klimabewegung noch die mobilisierende Kraft von früher hat, wird sich zeigen.

Gerangel um Fridays for Future-Markenschutz

Für Fridays For Future gibt es mittlerweile zwei Markenschutz-Anträge. Der erste erfolgte bereits Anfang November seitens der Klima-Aktivistin und Greta-Unterstützerin Janine O’Keeffe. Bei ihrer Markenanmeldung geht es um „Produkte und Dienstleistungen“. Etwa Werbeprodukte wie Rucksäcke, Kleidung, Schirme. Zudem um Beratung, Forschung, und jede Art von Info-Aktivitäten zum Thema Klima und Umwelt.

Seitens der Greta-Familie, konkret der „Greta Thunberg und Beata Ernman Stiftung“ in Stockholm, erfolgte der zweite Antrag – kurz vor Weihnachten. Neben Klima- bzw. Umweltschutz, geht es dabei auch um Versicherungs-, Finanz- und Immobilienwesen, Geldgeschäfte, Unternehmensverwaltung, etc.