Vor einem Jahr saß die Schülerin Greta Thunberg in Wollhaube und Regenmantel vor dem Reichstagsgebäude in Stockholm und begann ihren „Schulstreik für das Klima“, um die Welt aufzurütteln und aus der Klimakrise zu holen. Ihr Mobilisierungstalent ist bemerkenswert. Heute ist die 16-jährige Schwedin, die an einer Form von Autismus leidet, ein Pop-Star der Klima-Szene. Doch es gibt auch Kritik: Hinter Greta stehe eine globale Marketingmaschinerie, sie verbreite Panik und depressive Endzeit-Stimmung. Für Jugendliche sei das katastrophal, heißt es von mehreren Seiten.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

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Perfekte Inszenierung – verschwiegene Mäzene

Jedem denkenden Menschen ist klar: kein Schulmädchen erreicht, innerhalb kürzester Zeit ohne Unterstützung, einen Bekanntheitsgrad wie Coca-Cola. Inzwischen weiß man: hinter der Thunberg-Bewegung steht eine Lobby mit handfesten Interessen. Eine Schlüsselfigur ist Schwedens erfolgreichster PR-Manager und Börsenspezialist, Ingmar Rentzhog, der nach eigenen Angaben Greta entdeckt hat. Mit ihr als Gallionsfigur baut er eine Art „Facebook für den Klimawandel“ auf, um damit so richtig Geld zu machen. Das sei kein Widerspruch, meint er. Westliche Politik spielen brav mit. Dafür sorgt Greta, als moralische Instanz mit ihrem Kreuzzug für die Umwelt. Ihren Job als Beraterin in Rentzhogs Stiftung hat sie aber aufgegeben und sich von ihm distanziert. Ihre Manager-Eltern beklagten, der Millionär habe Gretas Name für seine Geschäfte benutzt.

Segeltörn entpuppt sich als CO2-Schleuder

Jetzt segelt Greta auf der Hochseeyacht „Malizia II“ zur New Yorker UNO-Klimakonferenz. Fröhlich betwittert sie täglich ihre Fans. Das Boot stellte ihr ein Stuttgarter Immobilienmillionär zur Verfügung. Ganz ohne Eigennutz, versteht sich. Doch was als saubere Atlantik-Überquerung verkauft wurde, entpuppt sich nun als Auslöser für eine CO2-Schleuder: denn, um die Super-Yacht wieder zurückzubringen, müssen einige Leute extra nach New York fliegen. Auch Crewmitglieder wollen ihre „Flugscham“ überwinden und per Flieger zurück.Dazu kommen Tausende Teilnehmer der UNO-Konferenz, die aus aller Welt zum Greta-Spektakel nach Manhattan fliegen. Wäre es nicht ehrlicher gewesen, Greta hätte an die UNO appelliert, ihre (Klima)Konferenzen künftig per Video-Schaltungen abzuhalten? Schwer CO2-beladen war übrigens auch Gretas medial durchgestylte Abfahrt vom englischen Plymouth: von überall her kamen Medienvertreter ins Brexit-Land, um einen Blick auf ihre Ikone zu erhaschen.

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