Das griechische Nachrichtenportal „Samos Today“ berichtete am 16. September von einer scharfen Ansage des amtierenden Asylministers Notis Mitarakis. Im Interesse der Sicherheit aller müsse man nun geschlossene, bewachte Lager errichten.

Mitarakis gehört der Partei „New Democracy“ an, die man von der Ausrichtung her am ehesten mit der Volkspartei vergleichen kann: Christlich, konservativ, liberal, proeuropäisch. Umso beachtlicher ist das Zitat, das ihm von der kleinen Inselzeitung Samos Today zugeschrieben wird. Auf der Suche nach einer Bestätigung stießen wir auf einen Artikel in der TAZ, der sinngemäß dieselbe Behauptung aufstellt.

Überwachte, geschlossene Lager

„Die Sicherheit aller ist unsere Priorität. Illegale Aktionen können wir nicht tolerieren. Der nächste Schritt ist die Errichtung geschlossener, kontrollierter Strukturen.“ Damit meinte der Asylminister Lager, die den bemühten Kämpfern der NGOs vermutlich die Tränen in die Augen treiben werden: Doppelte Zäune, ein kontrollierter Eingangsbereich, Überwachung und Brandschutzsysteme. 

Bewohner der Inseln haben die Nase voll

„Wir können nicht zulassen, dass Kriminelle solche illegalen Handlungen vornehmen“, so der Minister, dessen Aufgabe in seinem Land alles andere als leicht ist. Die Bewohner der Inseln, auf welchen die großen, offenen Asyllager toleriert werden, haben die Nase voll. Sie wollen ihr Land und ihr Leben zurück. Daran erinnerte auch Mitarakis, indem er sagte, dass die Bewohner der Inseln erst vor kurzem eine andere Politik eingemahnt hätten.

„Wir müssen für Sicherheit sorgen“

Angeblich hätten schärfere Grenzschutzmaßnahmen die Flüchtlingsströme um 90 Prozent reduziert. Seit dem ersten Jänner wären 25.000 Migranten illegal auf griechischen Boden vorgedrungen. „Wir müssen den Flüchtlingsstrom in unser Land verringern und gleichzeitig für Sicherheit sorgen“, so Mitarakis.