Nach der Flucht in Realwerte wie Gold und Silber könnte nun eingetreten sein, was Finanzexperten befürchtet haben: Wurde der Verkauf physischen Goldes von der Nationalbank tatsächlich gestoppt?

Dienstagmittag staunten Kunden der Seite muenzeoesterreich.at nicht schlecht: Gold und Silber „nicht mehr verfügbar“!

Zuerst Filialen geschlossen, jetzt Online-Shop „ausverkauft“

Wiener Philharmoniker in Gold oder Silber oder Platin waren mit Stand Dienstag, 24. März 2020, urplötzlich nicht mehr verfügbar. Der Shop zeigt neben jedem Produkt nur den roten Hinweis „nicht verfügbar“. Bislang stand dort stets der Hinweis „unbegrenzt verfügbar“. Dass es sich tatsächlich um einen punktuellen Abverkauf einzelner Produkte handeln könnte, kann wohl ausgeschlossen werden, da plötzlich alle Produkte als „nicht verfügbar“ aufscheinen.

Mit Beginn der Corona-Krise in Österreich schlossen alle Shops der „Münze Österreich“, ebenso jene am Heumarkt in Wien. Nun, mit 24. März, dürften auch die Online-Shops dichtgemacht haben. Kritiker befürchteten genau dieses Szenario, gilt Gold als naturbegrenzte Real- und Krisenwährung. „Bevor der totale Crash kommt, verbietet das System einfach den Verkauf von physischem Gold,“ verriet noch vor ein paar Wochen ein Banken-Insider dem „Wochenblick“.

Tatsächliche Situation vorerst offen

Ob dieses Szenario nun tatsächlich eingetreten ist bleibt derzeit noch offen. Der Standort „Münze Österreich“ in Wien und der Online-Shop waren telefonisch über mehrere Stunden nicht erreichbar. Die „Münze Österreich“ ist eine 100 prozentige Tochter der Österreichischen Nationalbank und Produzent der legendären Wiener Philharmoniker-Münzen.

Gemäß Gerüchten argumentiert die Nationalbank den Totalausverkauf des Online-Shops mit „Lieferengpässen“, weil die Nachfrage derzeit enorm sei. Die Wochenblick-Anfragen werden weiter beharrlich ignoriert.

Aktualisiert: 24. März 2020, 16:45 Uhr