Auch einen Monat danach ist der furchtbare IS-Anschlag von Berlin Reizthema in der deutschen Bevölkerung. Nach einer emotionalen Reportage über einen fünfjährigen Jungen, der seine Mama verloren hat, gehen die Wogen hoch.

Die BILD-Zeitung berichtet über den kleinen David (5), der beim Terroranschlag in Berlin knapp vor Weihnachten seine Mutter verloren hat.

Mama kommt nicht mehr

Die BILD-Redakteure Katharina Windmaisser und Meiko Herrmann haben den Fünfjährigen und seinen Vater begleitet, als diese an die Stätte des Terrors zurückgekehrt sind. Dort, in Berlin, starb die Mama, starb die Ehefrau. Jetzt ist der Mann mit seinem Sohn alleine – der Bub will nicht glauben, dass seine Mutter tot ist. In der BILD-Reportage heißt es etwa: „So viele Lichter, nur für meine Mama“, staunt der Junge.

Dann legt er behutsam fünf orange Gerbera auf das Pflaster vor der Gedächtniskirche. Eine nach der anderen. Es waren die Lieblingsblumen seiner Mutter. (…) „Mama kommt nicht mehr. Stimmt das?“ „Nein, sie kommt nicht mehr“.“

Leser furchtbar wütend

Viele Leser geben der deutschen Regierung die Schuld am Terror, sind verärgert, dass der Wahnsinn zugelassen wurde. „Innenpolitisches Versagen“, „Verbrecher, die ins Land gelassen wurden“, „Blindheit der Regierung“ – diese Anschuldigungen von Nutzern unter dem emotionalen BILD-Bericht gehören zu den harmlosesten Kommentaren.

Neben Mitleid für den Jungen und die anderen Opfer des Anschlags scheint der Hass auf die Politik grenzenlos: „Ich liebe mein Land, aber ich hasse unsere Politiker!“

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