Am Donnerstagabend gegen 23 Uhr wurden Einsatzkräfte zur Bushaltestelle bei der nordrheinwestfälischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Essen-Fischlaken gerufen: Mehrere Männer sollen dort in eine Schlägerei in einem Linienbus verwickelt gewesen sein. Als die Polizei mit zwei Diensthundeführern anrückte, wurden die Beamten direkt attackiert.

Zu ihrem Schutz setzten die Polizisten daraufhin ihre Hunde ein, die die Angreifer nur durch Bisse stoppen konnten. Als Verstärkung kam, flüchteten die Angreifer zunächst in Richtung der Erstaufnahmeeinrichtung. Die Einsatzkräfte folgten ihnen und standen daraufhin noch mehr aggressiven Personen gegenüber: Eine große Gruppe stellte sich den Polizisten entgegen und näherte sich ihnen drohend. Abermals musste ein Diensthund zubeißen, um die Angreifer zu stoppen.

Die Essener Polizei forderte Sofortverstärkungskräfte aus umliegenden Städten an. Erst durch deren Eintreffen konnte die Lage schließlich beruhigt werden.

Drei Personen sollen zur Behandlung von Hundebissen ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Eine Polizistin wurde verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung.

Es ist nicht der erste Großeinsatz an der Essener Erstaufnahmeeinrichtung. Das Heim liegt abgelegen zwischen Feldern und Weiden. Nicht nur, dass es wegen des respektlosen Verhaltens der Migranten immer wieder zu Konflikten mit den Land- und Tierbesitzern im Umkreis kommt: Besonders die nahegelegene Haltestelle ist häufig der Ort von Auseinandersetzungen zwischen Asylwerbern.