Mit Engagement am Herd und beim Roten Kreuz: Die 34-jährige Viktoria aus Pasching.

Bei der angeblich härtesten Koch-Challenge Österreichs, wie der veranstaltende TV-Sender „Puls 4“ vollmundig bemerkt, stehen auch vier Oberösterreicher im Ring, die mit dem Kampf um den Titel „Kochgigant 2018“ bereits begonnen haben.

Ein Beitrag von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Da diese Vier aus einem so genannten Genussland kommen, sind ihre Chancen nicht die schlechtesten. Denn gegessen und getrunken wurde immer schon gern in Oberösterreich, weil das Leib und Seele zusammenhält – wie unsere Landeshauptleute gern zu sagen pflegen. Daher finden sich im Land zwischen Inn und Enns auch viele Kochtalente.

Siegeslaube

Mit vierzehn anderen Kochtalenten müssen sich die vier Herdsolisten aus Oberösterreich in den nächsten Wochen jeweils dienstags beim härtesten TV-Kochwettbewerb Österreichs zu behaupten versuchen. Die erste Runde wurde diese Woche eingeläutet.
Bei dieser Challenge werden nicht nur Profis an den Küchenblöcken stehen, sondern auch Hobbyköche, die dafür nur eines mitbringen müssen: ihre Leidenschaft fürs Kochen – und wohl auch ein wenig Können.

Auf der Speisekarte stehe nämlich das Lieblingsgericht des jeweiligen Kochs, heißt es dazu aus dem Sender „Puls 4“, und das Ergebnis müsse die beiden österreichischen Profiköche Alexander Kumptner und Didi Maier überzeugen. Denn nur zehn Talente schafften es in eines der beiden Teams. Doch nicht nur die Teilnehmer duellieren sich, sondern auch Kumptner und Maier und nur der Coach mit dem besten Team hat die Chance, eines seiner Mitglieder zum Sieg zu führen.

Mit Herz und Verstand: links, der spätberufene 40-jährige Kochprofi Ferdinand aus Vöcklabruck. Links die 29-jährige Wahloberösterreicherin Parnaz aus Tiefgraben.

Viele Hauben erkochen

Die vier teilnehmenden Oberösterreicher versichern ihr Bestes geben zu wollen. Darunter der 23-jährige Nicolas aus Steyr. Ihm reicht es nicht, nur Profi-Koch zu sein, er wolle sich in seiner Laufbahn auch viele Hauben erkochen, betont er. Seinen Worten nach ist er „immer auf der Suche nach Herausforderungen“ und deswegen nehme er auch immer wieder gern an Wettbewerben teil. Zwar hat er noch keinen gewonnen, doch er war immer unter den ersten drei.

Bei diesem Wettstreit der Kochgiganten-Kandidaten will er dies ändern und nun Erster werden: Kochgigant! Nicht nur Küchenchefin, sondern auch eine Perfektionistin in ihrem Job ist die 34-jährige Viktoria aus Pasching (Bezirk Linz-Land). Alles was sie ausprobiert muss funktionieren. Offenbar muss sie auch immer was tun. Denn auch wenn sie einmal nicht am Herd stehe, liege sie nicht faul auf der Couch wie sie durchblicken lässt, denn ihre Freizeit „versüßt“ sie sich mit einem engagierten Einsatz fürs Rote Kreuz. Man darf vermuten, dass sie ihre Rettungskameraden auch hin und wieder bekocht.

Immer auf der Suche nach Herausforderungen: Der ehrgeizige 23-jährige Nicolas aus Steyr.

Spätberufene

Der 40-jährige Ferdinand aus dem Bezirk Vöcklabruck ist Profikoch. Das wollte er schon als Kind werden, berichtet er, doch aus gesundheitlichen wie auch aus persönlichen Gründen habe er seinen Traumberuf zunächst nicht realisieren können. Doch wahre Leidenschaft flammt immer wieder auf, auch wenn das Feuer einmal nicht so lodert.

Irgendwann sei die Lust am Kochen dann wieder durchgebrochen und die Kreativität und der Spaß an der Arbeit zurückgekehrt. Heute koche Ferdinand mit Herz und Verstand, wie er betont. Die 29-jährige Parnaz aus Tiefgraben (Bezirk Vöcklabruck) ist die Exotin unter den Kochgiganten-Kandidaten. Sie ist Hobbyköchin und liebt die persische Küche, mit denen sie auch ihre Freunde und ihre Familie verwöhne.