Die Liste Pilz und das Auftreten ihrer Protagonisten in der Öffentlichkeit ist wahrlich ein Sinnbild für eine Politikerkaste, der es nur um die „Marie“ und die Erhaltung der eigenen Pfründe geht.

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

Und auch, wenn Pilz-Klubobmann Bruno Rossmann, ein „grünes Urgestein“, die Wähler dieser „Bewegung“ im streichelweich geführten ORF-Interview um Entschuldigung bat, ist das nicht mehr als Heuchelei.

Beträchtliches Gehalt

Über Rossmann selbst wurde bekannt, dass er neben 8.800 Euro Abgeordnetengehalt auch noch einen Zuschuss von 3.000 Euro für seine Tätigkeit als Klubobmann sowie 5.100 Euro ASVG-Pension von der Arbeiterkammer erhält. Macht in Summe stolze 17.000 Euro brutto!

Dass ein Minister in Österreich marginal mehr verdient, als der 66-jährige Pilz-Mandatar, ist noch das Tüpfelchen auf dem Binnen-I, für das sich die alte Garde rund um Pilz und Rossmann bei den Grünen stets eingesetzt hat.

Die grünen „Polit-Opas“

Wie es den älteren Pilz-Herren um die Frauenförderung geht, hat man in den Personalentscheidungen der letzten Wochen gesehen. Peter Pilz selbst kehrt statt einer Frau in das Parlament zurück und zu Rossmanns Klubobmann-Stellvertreter wurde mit Wolfgang Zinggl ein 63-Jähriger bestellt. Wenn man beobachtet, wie sich die grünen „Polit-Opas“ in ihrer neuen „Bewegung“ benehmen, mag einen die latent männerfeindliche Haltung des grünen Originals und seiner AkteurInnen in den vergangenen Jahren nicht weiter verwundern…