Die deutsche Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) will jetzt Menschen, die wegen des Klimawandels ihre Heimat verlassen müssen, in Deutschland aufnehmen. Ihnen sollen außerdem staatsbürgerliche Rechte gegeben werden.

„Die Klimakrise ist Ursache von Migration und Flucht – gerade im globalen Süden, der am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen hat. Klimaschutz ist deshalb eine Frage globaler Gerechtigkeit“, spricht Roth gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Einführung von „Klimapass“

Für die Grünen-Politikerin ist es ein Missstand, dass die Genfer Flüchtlingskonvention für Opfer von Naturkatastrophen nicht gültig sei. Es braucht deshalb neue Instrumente – eine Möglichkeit wäre ein eigener „Klimapass“. „Er könnte den Betroffenen eine selbstbestimmte und frühzeitige Umsiedlung in sichere Länder ermöglichen – und ihnen dort staatsbürgerähnliche Rechte gewähren.“

Laut Roth solle Deutschland auch Klimaflüchtlingen die Staatsbürgerschaft verleihen können.