Die Wahlwerbebroschüre der Grünen Währing ist aus vielerlei Hinsicht beeindruckend. Darin wird ein Weltbild präsentiert, das man der FPÖ unterstellen könnte. Ein Wien ohne wesentlichen Ausländeranteil – die meisten Menschen sind blond. Ein weiteres Mal beweisen die Grünen damit, dass sie Wasser predigen und feinen Wein trinken. Die Überfremdung und die Masseneinwanderung, welche dem Rest der Bevölkerung aufgezwungen wurde, sollen im „Grünen Grätzel“ der eigenen Wählerschaft wohl weder gezeigt noch zugemutet werden. 

Ein Kommentar von Willi Huber

In der Broschüre präsentiert sich die grüne Bezirksvorsteherin Silvia Nossek als Macherin. In infantilen Geschichten und Comic-Bildchen wird erklärt, weshalb die Grünen eigentlich alles besser machen. Mit diesem inhaltlichen und visuellen Kindergarten-Stil glaubt man vermutlich, die Wählerschaft besonders gut erreichen zu können. Ob sich die üblicherweise gut situierten Bürgerlichen aus weitgehend „geschützten“ Gebieten, welche gerne die Grünen wählen, dadurch nicht ein wenig auf den Arm genommen fühlen?

Alle nordisch – Weder Diversität noch Multikulti?

Betrachtet man die Darstellung der Menschen und die meisten in diesem Heft verwendeten Namen, fühlt man sich nicht an die Lebensrealität in Wien erinnert. Es gibt keinen einzigen Menschen mit dunkler Hautfarbe. Die dunkelste Hautfarbe von allen hat unterhaltsamer Weise die Frau Bezirksvorsteherin selbst, auch wenn sie sich nicht ganz zum verpönten „Blackfacing“ hinreißen ließ.

Die blonde Familie mit serbischem Papa

Es gibt überhaupt nur drei Geschichten, wo Menschen mit einem nicht ganz einheimisch klingenden Namen vorkommen. Da ist einerseits Herr Dujan, der möglicherweise aus Restjugoslawien zugewandert ist. Herr Dujan ist blond. Man könnte zum Eindruck gelangen, dass sich die Grünen damit um die serbische Community in Wien bemühen möchte. Der Name Dušan kommt bei Serben, Slowaken und Tschechen vor, Stefan Uroš IV. Dušan war im 14. Jahrhundert ein mächtiger Herrscher in Serbien. Der blonde Herr Dujan, seine rothaarige Frau Kathrin und seine ein bis vier blonden Kinder fühlen sich in Wien jedenfalls sehr wohl. Ein Weltbild, das aus einer Werbebroschüre der Identitären stammen könnte.

Hanna und ihre Freunde

„Hanna und ihre Freundin Zerife gehen jeden Tag gemeinsam zur Bunten Schule in der Schulgasse“ erklärt uns die Broschüre auf Seite 10. „Wenn Zerifes älterer Bruder Ahmed erzählt, dass da früher Autos gefahren sind, kann Hanna das beim besten Willen nicht glauben.“ Übrigens: Zerife trägt kein Kopftuch. Alle abgebildeten Menschen sind von heller Haut und haben blonde oder rote Haare. Man fühlt sich in die Idylle einer schwedischen Kleinstadt, lange vor der illegalen Massenmigration versetzt. Übrigens: Hanna will einmal Politikerin werden. Diese Karriere kommt im grünen Währing für Zerife und Ahmed wohl nicht in Frage. Im gezeigten Wien ist übrigens alles sauber, ordentlich und sicher. Neben fehlenden Ausländern gibt es im grünen Wien offenbar auch keine Kriminalität.

Alles fest in „deutscher Hand“?

Auf den anderen Seiten erfahren wir von Marie, Luisa, Achim, Sabine, Monika, Marco, Michael, Alex, Marie, Max, Hilde, Alfred und Lorenz. Ganz klein gibt es noch Mehmet, einen Standler am Kutschkermarkt. Der ist so unbedeutend, dass er gar nicht erst abgebildet wird. Alle anderen sind schlank, groß und haben helle Haut und helle Haare. Die Augenfarbe ist nicht erkennbar, blau würde aber wohl sehr gut passen. Wenn die Grünen ein Schulbuch in die Finger bekämen, das sich so wenig ihren eigenen Utopien von Multikulti und Integration annimmt und augenscheinlich keine Diversität vorsieht, hätten sie Gift und Galle gespuckt.

Corona-Mundschutz, Homo- und Transsexuelle fehlen ebenso

Auf den Corona-Mundschutz wurde bei allen abgebildeten Personen verzichtet. Diese sind ohne Maulkorb glücklich, so wie es die Menschen Österreichs tatsächlich wären, wenn man es ihnen nur erlauben würde. Ebenso nicht aufzufinden sind Menschen, die von der grünen Ideologie zumeist als Vorbilder hervorgehoben und besonders gelobt und präsentiert werden. Es gibt keine Homosexuellen, keine Transsexuellen oder sonstige Spielarten, die von Linken als so wertvoll angesehen werden. Stattdessen gibt es traditionelle Paare aus Mann und Frau oder kinderreiche Familien, wohin das Auge blickt. Bürgerlicher könnte sich keine konservative Partei präsentieren, man sieht auch keinen Punk, keine Nasenringe, keine Antifa-Schägerbanden.

Propagieren die Grünen ein „rassisch reines“ Weltbild?

Wochenblick hat den Grünen natürlich sofort eine Presseanfrage geschickt, um zu erfahren, ob die Grünen in Währing nun Parteirebellen sind wie der berühmte Boris Palmer in Tübingen. Wir wollen von der Frau Bezirksvorsteherin wissen, ob die Grünen in Währing ein identitäres, rassisch reines Weltbild propagieren oder planen, dass sich die Gesellschaft in diese Richtung entwickelt. Weiters wollen wir herausfinden, ob die Grünen in Währing Menschen eines „nordischen Typs“ bevorzugen. Und schlussendlich interessiert uns, ob man die grünen Werte wie unbegrenzten Zuzug, Wahlrecht und Einbürgerung von Ausländern aus der ganzen Welt in Währing nicht hochhält, während man sie von allen anderen Kommunen in Österreich vehement einfordert. Denn es ist schon interessant, dass man bei den Grünen oft Wasser predigt aber selbst den besten Wein trinkt.