Bei der Sitzung des Bezirksparlaments von Wien-Margareten gab Grünen-Urgestein Peter Dvorsky überraschend seinen Austritt aus der Partei bekannt – und das kurz vor der Wien-Wahl.

Gegenüber der Presse sagte er: „Die Anbiederung der Grünen an Sebastian Kurz und seine türkise ÖVP ist für mich nicht mehr (mit)tragbar.“ Die Kluft zwischen seinen Idealen und der grünen Demokratie-, Sozial- und Kulturpolitik sei insbesondere seit Beginn der Corona-Krise unüberwindbar geworden.

Spitzenkandidat

Dvorsky war seit 1991 aktives Mitglied der Grünen und obendrein lange Zeit Bezirksvorsteher-Stellvertreter. Besonders für die Grünen in Wien-Margareten ist sein Austritt im Hinblick auf die baldige Wien-Wahl ein herber Schlag. Dvorsky war dort 2015 Spitzenkandidat.

Kritik nimmt zu

Mit seiner Kritik steht Dvorsky in der Partei freilich nicht alleine da. Der türkis-grüne Regierungskurs stößt vielen Grünen sauer auf. Besonders bei Migrationsthemen wird die türkise Linie mitgetragen, obwohl sie den eigenen politischen Forderungen widerspricht.

Aktueller Wochenblick-Schwerpunkt: Partei der Umfaller

„Wollen sie nicht oder können sie nicht?“ Die aktuelle Wochenblick-Printausgabe widmet sich schwerpunktmäßig den Grünen: Ihrem Verrat an alten Grundsätzen und Werten, aber auch ihrem Scheitern beim Durchsetzen aktueller politischer Forderungen gegen die türkise Übermacht.