Noch bevor der derzeitige Lockdown in Kraft war, zeichnete Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) ein beängstigendes Szenario. Er rechne noch mit „zwei bis drei weiteren Lockdowns“ bis ins Frühjahr.

In einem Interview in der Online-Ausgabe der Presse erklärte der Grüne: „Wenn wir die Maßnahmen wieder lockern und in den Zustand der vergangenen Wochen zurückkehren, ist ein starker Anstieg der Infektionszahlen wie ein Naturgesetz, es wird dazu kommen“.

Anstieg überraschte Willi

Über den Anstieg der Infektionszahlen sei der Innsbrucker Bürgermeister überrascht: „Ehrlicherweise hat mich der jüngste Anstieg der Infektionszahlen selbst überrascht. In den vergangenen Wochen dachte ich, dass sie noch etwas ansteigen und sich dann auf hohem Niveau einpendeln werden. Es kam aber anders, wir haben ein beinahe exponentielles Wachstum.“

Willi will Spielraum für Gastronomie

Bei einem weiteren Lockdown sollen aber Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden, regt Willi an. So sollten die Gastronomie und die Hotellerie seiner Ansicht nach geöffnet bleiben. Kultur- und Sportveranstaltungen müssten dem Ermessen Willis nach unter den bisherigen Voraussetzungen erlaubt bleiben.

Spätere Sperrstunde vorgeschlagen

Für die Gastronomie schlägt Willi eine spätere Sperrstunde um 23.30 Uhr vor. Die Ausgangssperre soll nach Ansicht des Innsbrucker Bürgermeisters erst um 00.00 beginnen und – wie jetzt – um 6 Uhr enden.

Zahlen sollen ab Mitte November sinken

Wohl mit einem Auge auf den Tourismus schielend, zeigte sich  zuversichtlich, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen. Ab Mitte November müssten die Zahlen „so weit zu sinken beginnen, dass wir mit Anfang Dezember wieder etwas Spielraum haben“.