Auch Italien verschärft jetzt die Corona-Regeln. War es zuvor noch so, dass man auf dem Stiefel etwas entspannter Urlaub machen konnte, sind jetzt diese Zeiten auch vorbei und die Delta-Variante beherrscht die Öffentlichkeit.

  • Italiens Regierung verschärft Maßnahmen und führt Grünen Pass ein
  • Ohne ihn gibt es keinen Zugang zu Kinos, Museen, Sportveranstaltungen oder Restaurants
  • Salvini kritisiert die Maßnahme als unangemessene Einschränkung der Bewegungsfreiheit
  • Auch in Israel wird der Grüne Pass wieder eingeführt. Hier ist er für alle Personen ab 12 Jahren nötig

Ab sofort ist auch in Italien der sogenannte Grüne Pass nötig. Besuche im Kino, Theater, Museen, Sportveranstaltungen, Messen usw. sind ohne ihn nicht mehr möglich. Auch um die Innenräume von Restaurants betreten zu dürfen, ist fortan eine Impfbescheinigung oder zumindest ein negativer Test notwendig. Die Maßnahmen sind den Versuchen geschuldet, die Ausbreitung der Delta-Variante einzudämmen. Diese wird derzeit auch in anderen Ländern genutzt, um die Maßnahmen wieder zu verschärfen.

Auch Impfpflicht soll ausgeweitet werden

Zudem beschloss Italiens Regierung auch die Verlängerung des Ausnahmezustands um weitere fünf Monate. Somit kann die Regierung, die sich bereits am 31. Jänner 2020 mit der Ausrufung des Notstands weitreichende Befugnisse gab, nun weiterhin ungestört Freiheits- und Grundrechte der Bürger aus Gründen des Gesundheitsschutzes einschränken. So wird neben einer Impfpflicht für Ärzte und Gesundheitspersonal, die in Italien breite Proteste auslöste, auch eine Pflicht zur Corona-Impfung für Lehrer erwogen.

Grüner Pass auch wieder in Israel

Kritisiert wurde die Entscheidung zur Einführung des Grünen Passes vom Chef der Lega Nord und Matteo Salvini. Er bezeichnete die Entscheidung als „unangemessen“. Sie würde keine Sicherheit bringen, sondern „die Mehrheit der Italiener von ihrem Recht auf Arbeit und Bewegungsfreiheit abhalten“. Verschärfungen gibt es jedoch auch wieder beim Impfweltmeister Israel. War der Grüne Pass in dem Land bereits am 1. Juni wieder abgeschafft worden, steht nun seine Auferstehung bevor. Zukünftig soll er für den Zugang zu Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser vorgezeigt werden. Dabei gilt für Personen ab 12 Jahren, ohne Impfung, Genesenenzertifikat oder Test kein Zutritt.

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