Langsam lassen die Mächtigen alle Masken fallen: Es geht ihnen nicht um eine wie auch immer geartete Pandemie, sondern um den radikalen Umbau der Welt, an dessen Ende der gläserne Bürger steht, der auf Schritt und Tritt unter der Überwachung der Eliten steht – in einer Welt, in der obendrein die Nationalstaaten ausgedient haben und alle tatsächliche Macht bei den Globalisten liegt. Die Umsetzung dafür ist – auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig – längst im Gange. Dies zeigt sich am Beispiel des „Grünen Passes“ in Österreich. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Einkommen, Ausbildung, Krankengeschichte: All diese Informationen dürfen nach der neuen Diktatur-Novelle gesammelt werden für den umstrittenen „Grünen Pass“, der in Österreich eine Zweiklassengesellschaft zwischen den Befürwortern des „3G-Regimes“ als Genießer einer abgespeckten „Freiheit“ und Ungeimpften als fortwährend Entrechtete schafft. Gespeichert wird dieser ganze Spaß im öffentlichen Statistik-Register. Dort ist der Kreis der Zugriffsberechtigten dann relativ groß.

Gläserner Bürger ist perfekt

Die von meiner Wenigkeit schon im Feber geäußerte Sorge, dass mit diesem Instrument irgendwann der häufige Besuch in Schnellkost-Restaurants in der Theorie einst die Krankenversicherung verteuern könnte, war wohl nicht ganz so weit hergeholt. Und durch die Speicherung derart breiter Daten sind diese oft auch zuordenbar. Davor warnt auch die Grundrechte-NGO epicenter.works: Die vorgesehene Pseudonymisierung sei „gänzlich wirkungslos, da Menschen anhand der Kombination der Merkmale in dieser Datenbank eindeutig identifizierbar werden.“

Auch FPÖ-Chef Norbert Hofer warnte vor einem solchen „Datenschutz-Super-GAU“. Ihn erinnert das Modell an die dystopischen Romane von George Orwell. „Mit dem ‚Grünen Pass‘ wäre der gläserne Bürger perfekt und dem Missbrauch von hochpersönlichen Daten Tür und Tor geöffnet. Dieser Unsinn muss sofort gestoppt werden,“ warnt er. Am heutigen Donnerstag legte er nach und stellte fest: „Dieses Projekt ist schlicht inhuman.“ Ohne die explizite Zustimmung jedes einzelnen Menschen dürfte eine solche Methode keinesfalls zum Einsatz kommen.

Die globale Gesundheitsdiktatur steht vor der Tür

Schon am Vortag verwies er auf die Absurdität, dass gesunde Menschen beweisen müssen, dass sie nicht krank seien. Und damit hat er vollkommen recht: Es ist völlig grotesk. Aber in Wirklichkeit ist das nur der erste Schritt am Weg zu einer totalen Überwachung, ein Teil einer Entwicklung hin zur globalen Gesundheitsdiktatur. Werter Leser, Sie meinen, ich übertreibe? Keinesfalls. Ein Blick in den neuesten UN-Bericht des sogenannten „Independent Panel on Pandemic Preparedness and Response“ mit dem Titel „Covid 19: Make it the Last Pandemic“ reicht.

Auf 68 Seiten geht der Bericht in die Vollen und kommt zum Ergebnis, dass die Vorbereitung und Reaktion auf globale Gesundheitsbedrohungen künftig nur mehr von den höchsten Stellen realisiert werden darf. Nur so könne ein ganzheitlicher – „gerechter, verantwortlicher“ – Zugang möglich sein. Es brauche eine starke führende Hand auf der nationalen, regionalen und internationalen Ebene, insbesondere eine „unabhängige WHO, ein völkerrechtlich bindendes Pandemie-Abkommen und einen „Globalen Rat für gesundheitliche Bedrohungen“.

Globalistische Eliten legitimieren sich selbst

Oder wie Helen Clark – die neuseeländische Ex-Premier-Ministerin sitzt neben anderen Ex-Politikern im Gremium – sagt: „Geopolitische Spannungen und Nationalismus, die das multilaterale System schwächen, haben die Pandemie verschlimmert.“ Das kommt aus dem Mund einer Person, die an einem von der WHO beauftragten und von der UNO präsentierten Papier mitarbeitete, das zum recht brisanten Schluss kommt, dass die WHO und die UNO mehr Vollmachten gebraucht hätten, um die aktuelle Krise zu verhindern.

Akteure, die sich von sogenannten Experten – die aber eigentlich teilweise Ex-Politiker sind – bescheinigen lassen, dass sie selber über mehr Geld und Macht und Entscheidungsgewalt verfügen sollten – diese auf absurde Weise beneidenswerte „Ehrlichkeit“ ist nicht mehr subtil. Aber es geht weiter im Takt. Es heißt im Bericht, man müsse in die Vorbereitungen jetzt Geldmittel investieren und Mechanismen schaffen, um damit im Falle eines Falles „Maßnahmen voranzutreiben“.

Dafür brauche es etwa eine „vorverhandelte Plattform zur Produktion von Impfstoffen, Diagnostika, Therapeutika und Medizinbedarf“ sowie deren „schnelle und gerechte Verteilung als wichtige globale Gemeingüter.“ Die maßgeblichen Stellen bräuchten „Zugang zu finanziellen Ressourcen“, um in die Vorbeugung möglicher Pandemien zu investieren und diese dann zu deren Bekämpfung „sofort zuführen“ zu können. Nicht zuletzt brauche es ein „verbessertes System der Überwachung und Alarmierung.“

Globales Überwachungssystem und totale Kontrolle

Es braucht ein „verbessertes System der Überwachung“. Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen. Wer so etwas vor anderthalb Jahren überhaupt ansprach galt als Spinner, Aluhutträger und Fall für die Irrenanstalt. Mittlerweile geben die Zurufer der globalistischen Eliten dies ganz unumwunden zu. Und auch die sonstigen Forderungen sind längst in Vorbereitung. Einen erst frisch empfohlenen „globalen Pandemieplan“ forderten zwanzig Regierungschefs, darunter Macron und Merkel, bereits vor einiger Zeit – Wochenblick berichtete. Auch damals sollte alles in Richtung einer „One Health“ – also einer weltweit einheitlichen Gesundheitspolitik gehen.

Diese sollte dann freilich nur als Deckmantel für weitere Hebel funktionieren. Völlig ohne jede Scham deuten sie nämlich auch an, dass der Klimawandel als eine Art nächste „Pandemie“ herhalten könne. Einschlägige Politiker fordern ohnehin schon seit Monaten, dass schikanöse Lockdowns und Aushebelungen der Grund- und Freiheitsrechte in ihrem ominösen Kampf für das Klima denkbar wären. Übergestülpt wird dies den Menschen und Nationen unter dem wohlklingenden Dach der „Agenda 2030“ – also unter dem Vorwand der „Nachhaltigkeit“. Erst wer genauer schaut, sieht, dass diese Agenda einen knallharten Plan in Richtung Enteignung und Überwachung fährt. Oder wie das Weltwirtschaftsforum im Vorjahr ankündigte. „Sie werden 2030 nichts mehr besitzen.“

WHO-Generaldirektor soll einseitig Pandemien erklären

Zurück zu den Pandemie-Ideen des UN-Berichts: Dieser lobt ausdrücklich jene Länder, welche die totalitärsten Corona-Maßnahmen umsetzten, darunter China. So wundert es auch wenig, dass das „unabhängige“ Panel sich für die Einführung eines „neuen globalen Systems der Überwachung“ stark macht, das auf der „vollen Transparenz aller Parteien“ basiert und auf „digitalen Werkzeugen am Stand der Technik“ setzt, die „Informations-Zentren rund um den Globus verbinden“. Diese Überwachung möge dezidiert auch die „Gesundheit der Umwelt“ beinhalten.

Alle Mechanismen, die derzeit die WHO einschränken, werden kritisiert. Geht es nach den Empfehlungen des Gremiums, bekommt deren Generaldirektor die Macht, gegebenenfalls eine globale Pandemie auszurufen, wenn er befürchtet, dass es eine neue Krankheit gibt. Und jetzt schauen wir uns einmal an, was der aktuelle Generaldirektor der WHO, der Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus, im November erklärte: „Eine Impfung alleine wird die Pandemie nicht beenden. Die Überwachung wird weitergehen müssen und Leute müssen weiterhin getestet, isoliert und gepflegt werden. Kontaktpersonen werden weiterhin aufgespürt werden müssen und in Quarantäne gesteckt.“

Menschenrechte, die ihrem Sinn nicht gerecht werden

Nun möge man einwenden: Der UN-Bericht empfiehlt, dass die Überwachung ja unter „Achtung der Menschenrechte“ stattfinden möge. Jo, eh. Aber wie wenig diese im Ernstfall wert sind, zeigt sich seit über einem Jahr in fast allen westlichen Ländern. Grund- und Freiheitsrechte, die außerhalb von Diktaturen über ein Jahrhundert lang als unantastbar galten, waren plötzlich Makulatur – bis hin zur Unverletzlichkeit der Wohnung und zur besonders stark geschützten Versammlungsfreiheit. Immer unter dem Vorwand des sogenannten Infektionsschutzes.

Aber sogar eine Impfpflicht verstößt nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht gegen die Menschenrechte. Dies urteilte das Gericht erst vor wenigen Monaten im Bezug auf eine Masern-Impfpflicht bei Kindern in Tschechien. Es wird wohl zur Blaupause für eine allmähliche Corona-Impfpflicht werden. So nach dem Prinzip: „Wir achten ja eh die Menschenrechten. Denn unser Impf-Zwang verstößt nicht gegen diese Rechte. Die Politik folgt ja nur dem Recht, ha ha ha.“

Schrittweise in die totale Überwachung

Noch ist es nur ein Stück Papier und in ein paar Wochen eine App, mit der sich die Leute die schönen Momente im Leben – etwa das Feierabendbier mit Freunden – zurückholen können, wenn sie sich testen oder impfen lassen. Aber schon bald könnte sich diese vermeintliche „Freiheit“ als vergiftetes „Geschenk“ erweisen. Und das nicht nur, weil der Kanzler angesichts der Hortung von 72,5 Millionen Impfdosen offenbar plant, uns alle mindestens acht Mal durchzuimpfen.

Sondern eben, weil man Sie quasi nötigt, sich an die Vorgaben der Obrigkeit zu halten. Etwa, wenn Sie keinen Kredit mehr bekommen, weil sie im Netz nach den falschen Dingen suchten. Oder die Arbeit verlieren, weil Sie den „Grünen Pass“ verweigern. Vielleicht auch, weil Sie die Regierung zu laut kritisierten, Ihnen das Konto gekündigt wurde und bis dahin der „digitale Euro“ samt Bargeld-Verbot da ist, Sie also nicht einmal mehr um einen müden Euro für eine trockene Semmel und eine Limo betteln können. Oder Sie gar nicht einmal mehr zur Arbeit kommen, weil Ihr guter alter Benziner verboten wurde.

Diese Zukunft der „neuen Normalität“ macht Angst

All dies mag Zukunftsmusik sein, aber die Entwicklung geht in eine Richtung, in der all das möglich ist. Man verkauft uns eine Zukunft als erstrebenswert, in der Daten die neue Währung sind. Eine Realität, in der die Analyse des Konsumentenverhaltens womöglich Wahlen ersetzt, und wo wir alle völlig ohne jegliches Eigentum in riesigen, vernetzten Smart Cities leben. Unser Essen könnte dann künstlich sein oder aus Insekten bestehen. Dass Sie dann so manchen dystopischen Roman, den Sie in der Jugend verschlangen, im Regal bei den Sachbüchern einordnen müssen, dürfte unser aller geringstes Problem einer solchen „neuen Normalität“ sein. 

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