erik marquardt grüne

Eine Social-Media-Meldung sorgt aktuell für reichlich Wirbel im Netz. Der deutsche Grünen-Politiker und Flüchtlings-Aktivist Erik Marquardt echauffierte sich auf Twitter über Abschiebungen marokkanischer Sexualstraftäter in ihr Heimatland.

Was für deutschsprachige Bürger in der Regel eine rechtsstaatliche Normalität und selbstverständlich ist, versteht Marquardt nicht: „Was hat uns Marokko eigentlich getan, dass wir ihnen jetzt Sexualstraftäter zurückschicken wollen?“, fragte der Grüne, der selbst schon auf dem „Schlepper-Schiff“ Aquarius unterwegs war, empört auf Twitter bereits 2016.

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Will Sex-Straftäter im Land behalten

„Vergewaltiger sollten lieber in Deutschland eingesperrt werden statt in Marokko in Freiheit sein“, forderte Marquardt, der auch im Parteirat der deutschen Grünen sitzt, auf Twitter nun unverblümt. Denn die Debatte um seinen Skandal-Tweet lebt nun neu auf, sorgt für reichlich Wirbel. Auch Marquardt beteiligt sich daran!

Er interpretiert die geübte Kritik freilich um, deklariert entsprechende Meldungen schlicht als „ausländerfeindlich“.

Nutzerin findet Beitrag

Die Nutzerin @DoraGezwitscher holte die Meldung am 24. Juni aus dem Archiv, entfachte eine erneute Diskussion.

„Er lehnt es ab Mehrfachvergewaltiger und Sexualstraftäter abzuschieben“, kommentiert Dora in Hinblick auf die ursprüngliche Meldung von Marquardt. Das kritische Aufzeigen erfreute sich mit 466 Herzchen und 367 Teilungen rasch reger Beliebtheit:

Grüner entschuldigt sich

An anderer Stelle betonte Marquardt, er „schäme“ sich für die deutsche Asyl-Politik und möchte sich bei den Menschen, die ertrinken werden, entschuldigen:

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Umstrittene Methoden der Asyl-NGOs

Kritiker von Marquardt betonen indes, „Schlepper-Organisationen“ wie die scharf kritisierten Asyl-NGOS würden geradezu Migranten zum gefährlichen Überqueren des Mittelmeeres einladen. Erst wenn die Mittelmeer-Route geschlossen ist und die Anreize zur Bootsfahrt nach Europa fehlen, endet das Sterben im Mittelmeer, betonen die Einwanderungskritiker mit Nachdruck.

florian klenk der falter wien
In einem bemerkenswerten Twitter-Posting empörte sich Klenk vor wenigen Wochen über ein aufgeschnapptes Gespräch, das sich um die Themen „Islam, Ehre, Ficken“ gedreht habe.

Falter-Klenk gibt Kontra: „Sind deren Staatsbürger“

Selbst „Falter“-Chefredakteur Florian Klenk – das Wiener Stadtblatt hat seine Wurzeln in der linksextremen Hausbesetzerszene – versteht die Empörung offenbar nicht, kommentierte bereits 2016 schlicht, neutral und kühl: „Es sind deren Staatsbürger“.

Klenk zeigte sich vor kurzem sichtlich erzürnt über „Ehre, Islam, F*cken„-Diskussionen von jungen Burschen im Zug und berichtete eingehend über die Probleme mit seinem Geschirrspüler.

Wird Klenk jetzt Kurz-Fan?

Bemerkenswert, spannend und aufschlussreich: Klenk unterstützte sogar unseren Kanzler bereits mutig auf Twitter, stimmte ihm bei einer Kritik an der „Islamischen Glaubensgemeinschaft“ ausdrücklich zu.