US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag, er habe „Beweise dafür gesehen“, dass das neue Corona-Virus aus einem Labor aus dem chinesischen Wuhan stamme.

Erneute Kritik übte er an der UNO-Weltgesundheitsbehörde (WHO): sie „solle sich schämen“, sie agiere wie eine Marketingagentur von China. Auf die Frage von Journalisten, auf welche Beweise er sich bei seiner Behauptung stütze, sagte Trump, dazu könne er nichts Näheres sagen, das dürfe er nicht.

Konflikt mit Geheimdienstkreisen?

Vor Trumps Statement erklärten „US-Geheimdienstkreise“, sie stimmen dem wissenschaftlichen Konsens zu, dass das Virus nicht „künstlich hergestellt oder genetisch verändert sei“. Trump sagte dazu lediglich, er habe das Statement des Geheimdienstchefs nicht gesehen.

Außenminister: kein Verlass auf China

Auf Anordnung Trumps untersuchen Behörden aktuell, ob der Ausbruch des Virus durch Kontakt mit Tieren oder infolge eines Laborunfalles in Wuhan begann. US-Außenminister Mike Pompeo, ein lautstarker China-Kritiker, warf der Regierung in Peking vor, über die Herkunft des Virus nicht offen zu sein. Man brauche Partner, auf die man sich verlassen könne und nicht befürchten müsse, dass sie etwas verbergen. China habe den Zugang zum Wuhan Institut für Virologie verweigert.

China bestreitet, dass es Information über das Virus zurückhalte und dass es einen Zusammenhang zwischen dem Wuhan Institut und der durch das SARS-CoV2-Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gäbe.

Corona-Machtkampf im Super-Wahljahr

In den USA tobt im Wahljahr 2020 ein Machtkampf zwischen den linken Demokraten und Trump’s Republikanern. Die Linken werfen Trump Missmanagement der Corona-Krise vor und hoffen, ihn über diese Schiene vom Thron zu stürzen. Dabei sind es gerade links regierte Bundesstaaten, die von der Krise am meisten betroffen sind – etwa New York und Kalifornien.

Trump teilte gegen WHO aus

Trump hat kürzlich die jährlichen Beiträge der USA von rund 400 Mio US-Dollar an die WHO eingefroren. Er wirft der der Organisation vor, sie habe ihren Job nicht gemacht und falsche Informationen geliefert, an denen man sich orientiert habe, was großen Schaden verursacht habe.

Tatsächlich steht die WHO immer mehr in der Kritik – vor allem im Zusammenhang mit ihrem wohlwollenden Umgang mit China – seit das Corona-Virus sich von dort in der ganzen Welt ausbreitete.