Ein Facebook-Posting von Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner sorgt derzeit für Wirbel. Mit obigem Bild fordert der FPÖ-Chef von Oberösterreich seine mehr als 67.000 Freunde auf, über Burka oder Bikini abzustimmen.

In den Kommentarspalten geht es heiß her — Kritiker und Fans diskutieren, ob das Posting sexistisch sei. „Wochenblick“ hat nachgefragt:

Sehr geehrter Herr Haimbuchner, was sagen Sie zum Vorwurf des Sexismus?

Haimbuchner verteidigt "Burka-Wirbel" im Netz 1

Derartige Vorwürfe waren zu erwarten von den Willkommenswinkern, wenn ihnen die sachlichen Argumente ausgehen. Wir sehen uns mit massiven gesellschaftlichen Problemen durch die massenhafte Zuwanderung junger muslimischer Männer konfrontiert, dass sich Frauen und Mädchen bei uns nicht mehr sicher fühlen, und mir wird Sexismus vorgeworfen, weil ich derartige Themen anspreche. Das ist einfach lächerlich.

Auf Facebook schreiben viele ihrer Fans, dass Burka und Burkini die wahre Bedrohung für die Frauenrechte sind und sie durch eine Islamisierung einen Rückschritt befürchten. Teilen Sie diese Ansicht?

Die Islamisierung ist ganz sicher ein Rückschritt. Dieses Frauenbild hat in unsere Gesellschaft nichts verloren. Unbegreiflich ist für mich, wie die gerade die Linken, die sich ja rühmen, für eine offene Gesellschaft zu sein, derartige Entwicklungen verteidigen können. Wir leben in einem von christlichen Werten geprägten Land und der überwiegende Teil der Menschen hier will offensichtlich, dass das auch so bleibt.

Frankreich hat das Burka-Verbot nun gekippt. Denken Sie wäre ein Burka-Verbot in Österreich rechtlich möglich?

Ein Burka-Verbot ist rechtlich aus meiner Sicht durchaus möglich. Selbst die Bundesregierung kopiert ja bereits unsere Forderungen und überlegt solche Maßnahmen in Schulen oder Behörden. Wo kommen wir denn hin, wenn nicht mehr sichergestellt ist, dass der Staat seine Aufgaben erfüllen kann, weil im Namen der Religionsfreiheit die Identität einer Person nicht festgestellt werden kann.

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