Das hat Wellen geschlagen, nicht nur in Eferding, sondern weit darüber hinaus: Der Büromöbel-Spezialist HALI wird neuerlich verkauft, diesmal an den bekannten Sanierer Grossnigg.

Ein Beitrag von Georg M. Hofbauer

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Dieser will in einer Holding namens BGO einen österreichischen Büromöbel-Riesen erstellen, der auch in der Europa-Liga mitspielen kann: So wird verlautbart… Die Holding namens BGO, die zunächst BENE und Neudörfler erwarb, nach der Insolvenz sich nun vermutlich auch Svoboda einverleibt, will nun mit HALI (230 Mitarbeiter, 45 Millionen Euro Umsatz) weiter wachsen.

Interne Versammlung

Prominenter Mit-Eigentümer der BGO ist übrigens Martin Bartenstein, ehemaliger Wirtschaftsminister und Unternehmer, bisher im Pharma-Bereich. Ob der Zusammenschluss auch wettbewerbsrechtlich halten wird, ist derzeit noch Gegenstand von Prüfungen.

Arbeiter-Betriebsrat Bernhard Hamedinger kann kurz nach dem Bekanntwerden des neuerlichen „Deals“, nach dem Verkauf, der erst vor zehn Jahren für Schlagzeilen gesorgt hat, seine Überraschung letztendlich doch nicht ganz verbergen: „Wir haben gestern davon erfahren, es gab eine interne Versammlung. So ein Vorgang ist jedoch nichts Unübliches.“

Viel zu hypothetisch

Derzeit sei noch völlig unbekannt, was der neue Eigentümer „so plane“. Im Falle eines Mitarbeiter-Abbaues, wolle er das dann bewerten, wenn es so weit sei. „Natürlich sind die Kosten immer und überall ein Thema. Derzeit ist das aber viel zu hypothetisch“, so Hamedinger.

Allerdings: Mit einer Übernahme habe derzeit absolut keiner gerechnet, es habe sich nichts abgezeichnet, deshalb sei das für die Belegschaft auch sehr überraschend gekommen. Die Auslastung des Unternehmens sei derzeit „sehr gut“.