Samstag Nacht ging es in der Asylunterkunft in St. Georgen (Attergau) richtig rund: Eine „Meinungsverschiedenheit“ zwischen drei Syrern und einem Ägypter eskalierte. Der Ägypter blieb mit Verletzungen unbestimmten Grades zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass Asylwerber in St. Georgen aggressiv in Erscheinung treten. Bereits 2015 übte die Bevölkerung Widerstand gegen das Erstaufnahmezentrum in St. Georgen.

Wie die Polizei Oberösterreich bekannt gab, kam es am 24. Oktober 2020 gegen 23 Uhr in einer Asylunterkunft in St. Georgen im Attergau zu einer Schlägerei. Ein 22-jähriger ägyptischer Staatsbürger und drei syrische Staatsbürger im Alter von 25, 29 und 40 Jahren hatten in einem Zimmer der Betreuungsstelle eine verbale Auseinandersetzung nach einer Meinungsverschiedenheit. Als diese eskalierte schlugen sich die vier Asylwerber, dabei verletzte sich der Ägypter unbestimmten Grades. Er begab sich am nächsten Tag selbstständig zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Eine Einvernahme wurde bereits durchgeführt – die Ermittlungen laufen noch.

Probleme mit aggressiven Asylwerbern in Region bekannt

Auch wenn die Asylwerber ihre Aggressionen in diesem Fall untereinander auslebten, fürchten sich viele vor der möglichen Gewalt der oftmals jungen Männer aus dem arabischen Raum. 

So regte sich bereits 2015 Widerstand gegen das Erstaufnahmezentrum Thalham in St. Georgen im Attergau. Die Bevölkerung drohte mit einer Autobahnblockade und protestierte gegen die Aufnahme von weiteren Asylwerbern. Die Gewalt, die oftmals von Asylwerbern ausgeht, senkt die Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung. Das Erstaufnahmezentrum blieb dennoch erhalten.

Untragbares Sicherheitsrisiko. Erst im Jänner warnte FPÖ-Nationalrat Gerhard Kaniak „Das Erstaufnahmezentrum Thalham ist ein untragbares Sicherheitsrisiko für die Region. Bürger sind regelmäßig mit Randalen und Eigentumsdelikten konfrontiert. Hier muss dringend gehandelt werden“.

Auch FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr sorgt sich um die Sicherheit der Region. Er forderte, dass die Asylwerber deren Identität oftmals nicht bekannt ist, nicht ungezügelt herumlaufen können: „Darüber hinaus ist es für die Sicherheit in der Region notwendig, dass fremde Personen, die oftmals nicht einmal ihre Identität nachweisen können, ab dem ersten Tag in unserem Land nicht völlig frei herumlaufen können“