Der Wahlsonntag führte zu dem Ergebnis, das alle Beobachter vorhergesagt hatten. Hannover wählte die SPD nach 73 Jahren an der Spitze ab und entschied sich stattdessen für einen Grünen muslimischen Glaubens. Der in Goslar geborene Sohn türkischer Gastabeiter Belit Onay wird Oberbürgermeister der deutschen Großstadt. Kritiker sagen „Zustände wie in London“ voraus. Tatsächlich scheint Onay beste Kontakte zur Erdogan-kontrollierten ATIB zu haben.

Im November 2016 wurde bekannt, dass Belit Onay, der damalige Sprecher für BürgerInnenbeteiligung, Kommunalpolitik, Sportpolitik, Netzpolitik, Datenschutz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Niedersachsen, den Erdogan-kontrollierten islamischen Dachverband ATIB ins niedersächsische Parlament eingeladen hat. Die ATIB wird vom deutschem Verfassungsschutz als Verband eingeschätzt, welcher der Ideologie der rechtsextremen, rassistischen „Graue Wölfe“-Bewegung nahe steht.“

Erfolg lässt sich nicht nur mit Ausländeranteil erklären

52,9 Prozent der Wähler entschieden sich am vergangenen Sonntag für Belit Onay und die Grünen. Noch 2017 trat Onay mit dem Wahlspruch „Islam einbürgern“ auf. Laut Homepage sind 102.300 der 535.603 Einwohner Hannovers Ausländer. Offizielle Zahlen über Menschen mit Migrationshintergrund sind schwer zu finden. Für 2018 veröffentlichte SAT1 die Behauptung, Knapp ein Drittel der Einwohner von Hannover (31,8 Prozent) hätten Migrationshintergrund. Im Bezirk Mühlenberg hatten im Jahr 2018 66,3 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund. Die zweithäufigste in der Stadt gesprochene Sprache ist Türkisch. Dennoch lässt sich der Erfolg Onays bei weitem nicht ausschließlich mit dem Ausländeranteil bzw. dem Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund erklären.

Hafterlass für muslimische Kriminelle

Onay spielt seit langen Jahren erfolgreich die traditionelle Opferrolle. Markige Phrasen wie „Kein Mensch ist illegal“ und alle anderen Kampagnen der linken Globalistenbewegung sind Programm. Bereits 2013 forderte Onay, der sich selbst gerne als „liberaler Muslim“ präsentiert, dass es zum Ramadan-Fest einen frühzeitigen Hafterlass für muslimische Kriminelle geben solle. Einmal machte er Schlagzeilen, als er kritisierte, am Flughafen nach Kontakten zu Islamisten befragt worden zu sein. Ansonsten gibt er bereitwillig jedes grüne Stereotyp wieder, das man auch aus anderen Städten kennt: Autofreie Innenstadt, mehr Radverkehr und natürlich „Refugees welcome“.

Bittere Rechnung für die SPD

Der SPD wurde mit diesem Wahlergebnis eine bittere Rechnung präsentiert. Der Oberbürgermeister in Hannover war seit 73 Jahren ein Sozialist. Sich mit türkischen Einwanderern gemein zu machen und die Interessen der Deuschen in den Hintergrund treten zu lassen hat sich letztendlich nicht bezahlt gemacht. Die Türkei und die Türken scheinen in der Realität gerne „einen der ihren“ zu unterstützen – zu welcher Partei dieser gehört ist völlig ohne Belang. Loyalität zu einer Partei dürfte dabei eher nicht am Programm stehen.

Nicht die erste Einflussnahme der Türkei

Die Türkei scheint schon lange daran interessiert zu sein, die Kontrolle in Hannover zu übernehmen. Vor Belit Onay war Mustafa Erkan der Shooting Star in der Hannoveraner Politikszene. Dieser schaffte es als „Vorzeige-Integrierter“ zum Vize-Bürgermeister von Neustadt. 2017 setzte die SPD Erkan nicht mehr auf die Landesliste – und sofort zeigten sich die wahren Hintergründe des Mannes. Mit Ende der SPD-Karriere wechselte er nahtlos „mit Allahs Wille“ ins türkische Außenministerium, wo er als Berater des als tendenziell faschistischen und extrem israelkritischen Mevlüt Cavusoglu tätig ist.