Neue Forschungsergebnisse befeuern die Schuldzuweisungen im Corona-Streit zwischen China und den USA. So soll das Corona-Virus bereits im August in Wuhan aufgetreten sein. Das legt zumindest eine neue Harvard-Studie nahe.

China beschuldigt die USA mithilfe der US-Armee das Virus in China eingeschleust zu haben. Die USA werfen China vor, das Virus verheimlicht zu haben und damit den weltweiten Ausbruch befördert hätten. Bisher sind weltweit über 400.000 Menschen an dem neuartigen Virus verstorben. Jetzt gingen die Forscher der Harvard Universität auf Spurensuche und wandten Methoden wie die CIA an.

Forscher wenden CIA-Methoden an

Mit Hilfe von Satellitenbildern untersuchten sie das Personenaufkommen in Wuhans Krankenhäusern und analysierten Anfragen in Internetsuchmaschinen.
Dabei fanden sie durch Zählungen der Personen auf den davorliegenden Parkplätzen heraus, dass bereits im August mehr Menschen in Wuhans Krankenhäusern aufhielten als sonst. Auch die Suchanfragen im Internet nach Corona-typischen Symptomen haben sich ab August in der Wuhan-Region gehäuft.
So haben die Forscher für Oktober 2018 nur 171 Autos auf dem Außengelände des Tianyou Hospital, des größten Krankenhauses von Wuhan, identifiziert.
Ein Jahr später seien es dann 285 Fahrzeuge gewesen, also 67 Prozent mehr. Gleichzeitig sei auch bereits seit August 2019 ein Anstieg der Suchanfragen nach „Husten“ und „Durchfall“ in der chinesischen Google-Alternative Baidu zu verzeichnen.

Internationale Fortschritte in der Corona-Behandlung

Symbolbild
Das Wetteifern um das Entwickeln eines Impfstoffs gegen das Virus erinnert an das Wettrüsten im Kalten Krieg. Mittlerweile gibt es große Fortschritte in der Erforschung der Behandlungsmöglichkeiten von Corona. Sowohl die USA als auch Russland setzen derzeit in Studien auf die Behandlung mit Rheuma-Medikamenten.
Dass Corona in vielen Fällen unauffällig und in wenigen Fällen dramatisch bis hin zum Tod verläuft, soll vom Eintreten eines sogenannten „Zytokinsturms“ liegen. Darunter versteht man eine Überreaktion des Immunsystems, die zu Entzündungen führt und im Fall von Corona oft auch zum Tod. Medikamente aus der Rheuma-Forschung sollen den Zytokinsturm hemmen und damit das Corona-Virus behandelbar machen. Sollte das gelingen, so wäre Corona zukünftig behandelbar und keine Überlastung der Intensivstationen mehr zu befürchten.