Das Plumps-Klo hat wieder Saison! Zurück in die Steinzeit scheint das neue Motto in diesen Grün-Türkisen Zeiten zu lauten, in denen der Unternehmer Hans Peter Haselsteiner nun ein neues Öko-Klo auch finanziell favorisiert.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Mit dem Holzklo nicht am Holzweg

Dass auch die umweltgerechte Erledigung menschlicher Bedürfnisse einmal ins Visier der Weltverbesserer gerät, war zu erwarten. Beim neuen hölzernen Klo, das im öffentlichen Raum, bei Großveranstaltungen aber auch zu Hause im Garten aufgestellt werden kann, spült man die menschlichen Hinterlassenschaften nicht mehr in den Orkus, sondern schüttet sie mit Sägespänen zu. Diese Aufgabe ist natürlich vom Verrichter des großen Geschäftes erledigen. Dessen Fäkalien werden dann unter strengen Auflagen kompostiert und es ist zu hoffen, dass dies nicht auch noch in der Verantwortung des Klobenutzers liegt.

Einfach selber-bauen

Erfunden hat die rückschrittliche Einrichtung der öKlo-CEO Niko Bogianzidis, der damit noch viel größere Geschäfte als seine Klientel im nachwachsbaren Holzhäuschen macht. „Wir machen Scheiße zu Geld“, erklärte der Kot-Entsorgungsexperte unverblümt, weil die Nachfrage in Kreisen der Nachhaltigkeitsfanatiker ziemlich groß sein soll. Was so ein Schütt-Klo für Interessenten kostet, erfährt man in der Pressemitteilung leider nicht, doch so günstig wie ein Donnerbalken-Abort dürfte es nicht sein. Wer auf ein wasserloses Klo trotzdem nicht verzichten möchte, könnte sich auch selbst eins basteln.

Umweltfreundliches entäußern

Nach guter alter Soldaten-Manier gräbt man in seinem Garten ein großes Loch, über das man dann ein Brett oder einen Baumstamm legt, auf dem man sich dann bequem und umweltfreundlich entäußern kann. Danach wird mit großen Farnblättern gewischt, die ebenfalls in der Grube landen und mit der zuvor ausgehobenen Erde zugeschüttet werden – fertig ist das Plumps-Klo Marke Eigenbau.