Greg Jensen, Chef des Hedgefonds „Bridgewater Associates“, sieht den Goldpreis in Richtung 2.000 US-Dollar pro Feinunze wandern. Das entspricht einer Preissteigerung um mehr als 30 Prozent. Als Grund sieht er neben der Niedrigzinspolitik der Notenbanken auch geopolitische Krisenherde.

In einem Interview mit der Financial Times sagte Jensen: „Es gibt so viele Konflikte, dass es für uns sinnvoll ist, Gold in einem Portfolio zu haben.“ Außerdem gehe er nicht davon aus, dass die Federal Reserve (FED) oder die Europäische Zentralbank (EZB) in nächster Zeit die Leitzinsen erhöhen würden.

Niedrigzinspolitik auf beiden Seiten des Atlantiks

Laut Jensen (37) forcieren die Notenbanken eine höhere Teuerung (Inflation) und  das Haushalts- wie auch das Handelsdefizit der USA würden den Effekt verstärken und den Goldpreis auf bis zu 2.000 US-Dollar erhöhen. Außerdem rechnet Jensen damit, dass die FED der EZB in den Nullzins folgt. Derzeit liegt der Leitzins in den USA noch bei 1,5 bis 1,75 Prozent. 

„Das bleibt 2020 wohl auch so“, sagte die FED-Gouverneurin Michelle Bowman in der vergangenen Woche. Der Chef des weltgrößten Hedgefonds jedoch sieht auch politische Spannungen auf die USA zukommen, wenn sich das Wachstum der Wirtschaft in Zukunft verlangsamen würde.

Krisenzeiten lassen Goldpreis ansteigen

Auch das könnte dem Goldpreis einen Schub verpassen. „Bridgewater Associates“ verwaltet insgesamt 160 Milliarden US-Dollar. Derzeit wird Gold mit 1.550 Dollar pro Unze gehandelt. Der Preis war vor zwei Wochen durch die Auseinandersetzung im Irak (Wochenblick berichtete) deutlich auf 1.610 Euro gestiegen.