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Sein Nebenjob wurde einem Lehrer nun zum Verhängnis: Als rauskam, dass er neben seiner Lehrtätigkeit auch Geschäftsführer eines Bordells ist, erhielt er die fristlose Kündigung. Das Oberlandesgericht Linz gab der Klage des Pädagogen nun statt.

Der Vertragsbedienstete hat seinem Arbeitgeber, dem Magistrat Linz, eine Nebenbeschäftigung bekannt gegeben, nicht jedoch, um welche Tätigkeit es sich handelte. Er sei Geschäftsführer einer „Gesellschaft“, das Magistrat fragte scheinbar auch nicht weiter nach. Als eine Schülerin das pikante Doppelleben des Lehrers der Direktorin meldete, kam der Stein ins Rollen. Es folgte die fristlose Entlassung aus dem Schuldienst. Der Lehrer ging jedoch gerichtlich dagegen vor.

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Oberlandesgericht kippt Entlassung

In der ersten Instanz gab das Oberlandesgericht Linz nun dem Pädagogen teilweise recht. Denn der Dienstgeber hätte nachfragen müssen. Da der Lehrer nicht aufgefordert wurde, die Art der Gesellschaftsbeteiligung bekannt zu geben, geschweige denn, diese zu lösen, konnte er sich somit auch nicht von dieser Tätigkeit trennen. Doch handele es sich dabei um eine „besonders schwere Dienstverfehlung“, da Lehrer in der Gesellschaft „ein besonderes Ansehen und eine besondere Verpflichtung“ hätten. Die Tätigkeit sei demnach mit dem Lehrer-Beruf unvereinbar. Die fristlose Kündigung wurde daher in eine normale Kündigung umgewandelt.