Wiederholt sich jetzt das Wahlkarten-Tohuwabohu in Österreich? Jetzt wurde bekannt, dass das endgültige Ergebnis der kommenden Nationalratswahl am 15. Oktober möglicherweise erst vier Tage später bekanntgegeben werden kann.

Christoph Hofinger vom renommierten SORA-Institut betonte im Mittagsjournal bei „Ö1“, dass die Wahlkarten, die in fremden Wahlkreisen abgegeben werden, erst am 18. Oktober ausgezählt werden dürften.

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Starke Belastung für Staat

Das würde „dazu führen, dass wir im Falle eines sehr knappen Ergebnisses bis Donnerstag nach der Wahl nicht genau wissen, wer der Sieger ist oder welche Koalitionsvarianten sich ausgehen“, unterstrich Hofinger.

Der Wahl-Experte betonte: „Hier ist der Gesetzgeber gefordert sich zu überlegen: ‚Wie können wir das so organisieren, dass wir Sonntag oder spätestens am Montag nach der Wahl jede Stimme gezählt haben?‘ Wenn wir es am Sonntag machen, wird es sich wahrscheinlich bis in die Nacht ziehen und de facto ohnehin der Montag werden – aber ein System, wo es bis zum Donnerstag nach der Wahl dauert, das ist wahrscheinlich nicht mehr zeitgemäß.“

Bürger wütend

Hofinger befürchtet aufgrund der neuen Regelung auch wachsenden Unmut bei den Bürgern. Die späte Regelung könnte viele Österreicher vermuten lassen, dass es bei der Wahl offenbar erneut Unstimmigkeiten gebe. „Es ist auch in Zeiten zunehmender Verschwörungstheorien für das Publikum etwas verwirrend, dass es eine Sonntagszählung mit Hochrechnung gibt, dass dann Montag bis Dienstag noch einmal gezählt wird und dass am Donnerstag noch etwas dazukommt.“

Nutzer im Netz haben bereits jetzt wenig Verständnis für den neuen Wahlkarten-Wirbel. Viele haben dabei noch die Wiederholung der Bundespräsidenten-Stichwahl von 2016 im Kopf. Damals gab es ebenfalls reichlich Ärger mit den Wahlkarten, die Stichwahl musste sogar vom Oktober auf den Dezember verschoben werden („Wochenblick“ berichtete).

Wahlmanipulation vermutet

Zahlreiche Nutzer vermuten auch gezielte Wahlmanipulation. Der Tenor dazu auf Facebook ist eindeutig:

Zudem wird vereinzelt die Forderung laut, die Wahlkarten endlich abzuschaffen. Diese würden mutmaßliche Manipulationen erleichtern:

Herbstwahl: Erneut Mega-Ärger wegen Wahlkarten
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