Wie gestern Nachmittag beschlossen wurde, wird jetzt auch der Bezirk Hermagor in Kärnten abgeriegelt. Ab Dienstag gibt es dann also auch in Kärnten einen Corona-Knast.

Ab dann dürfen nur noch Personen, die einen höchsten 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können oder Personen, die bereits eine Corona-Erkrankung überstanden haben, den Bezirk verlassen. Der Bezirk Hermagor ist damit ein weiteres Opfer von der Forderung Gesundheitsministers Rudolf Anschobers, dass es in Bezirken, die eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 400 Infektionen pro 100.000 Einwohner aufweisen, Ausreisetests geben muss. Mit einer Inzidenz von 665 positiv Getesteten pro 100.000 Einwohnern, fällt Hermagor darunter.

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Polizei und Bundesheer sollen kontrollieren

Die Einschränkungen sollen ab Dienstag vorerst für zehn Tage gelten. Zudem sollen der Bevölkerung zusätzliche Möglichkeiten für Tests zur Verfügung gestellt werden, die Aufgrund des Aufwandes vom Bundesheer unterstützt werden sollen. Die Bundespolizei soll hingegen an sieben Checkpoints die „Ausreisetests“ kontrollieren. Außerdem wird an die Bevölkerung appelliert, sich an die Maßnahmen und Vorschriften zu halten. Fraglich ist allerdings, wieso für Schüler, die ein- oder auspendeln wieder Distance-Learning gelten soll, denn eigentlich werden sie ja ohnehin in den Schulen getestet.

Nicht der erste Corona-Knast

Lokale Lockdowns scheinen in Österreich allmählich Schule zu machen. Was im vergangenen Jahr mit Kuchl begann, weitet sich zunehmend aus. Schon Anfang Februar musste das Bundesheer in Tirol für Abschottungen sorgen. Und erst in der Nacht wurden die Salzburger Gemeinden Bad Hofgastein und Radstadt abgeriegelt und in Corona-Gefängnisse verwandelt.

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