Am Linzer Schloßberg traf „Wochenblick“-Chefredakteur Christian Seibert den FP-Klubobmann Herwig Mahr zum „Sommerblick“.

Der Obmann des FPÖ-Landtagklubs, Herwig Mahr, kann getrost als „freiheitliches Urgestein“ bezeichnet werden. Seit über 30 Jahren übernimmt er nun schon in unterschiedlichen politischen Ämtern Verantwortung.

Ein Interview geführt von Chefredakteur Christian Seibert

Integrationsleitbild

Davon, wieviel Spaß und Freude ihm seine Aufgabe macht, konnte sich der „Wochenblick“ im Sommergespräch überzeugen.

Wochenblick: Welcher Gedanke steckt hinter dem Integrationsleitbild, das im Landtag beschlossen wurde („Wochenblick“ berichtete)?

Herwig Mahr: Das alte Integrationsbild ist 2009 geschrieben worden, zwischenzeitlich haben sich die Rahmenbedingungen gänzlich geändert und daher haben wir gesagt, dass wir ein neues brauchen. Als Integrationsleitbild verstehe ich eine Art Hausordnung, wie das Zusammenleben in Oberösterreich funktioniert. Es ist wesentlich verschärft worden. Trotzdem ist es uns gelungen, dass alle vier Parteien den Entschluss mitgetragen haben. Deutsch ist das Um und Auf, das zieht sich aber sowieso wie ein roter Faden durch viele andere Gesichtspunkte.

Das zweite ist, dass jene Leute, die zu uns kommen, unsere Werte – durch Wertekurse, Werteschulung – erlernen. Der dritte Punkt ist Arbeit: Wir möchten, dass Menschen die dementsprechend integriert sind, auch in einen Arbeitsprozess kommen und nicht auf der Tasche des Sozialstaates liegen. Und es ist insofern verschärft worden, dass es in vielen Bereichen keine Holschuld mehr ist, sondern eine Bringschuld.

Das Integrationsleitbild wurde von allen Parteien gemeinsam erarbeitet.

Traun und Ansfelden: Fass am Überlaufen

Gibt es ein klares Bekenntnis, Migration als ein Ganzes zu begrenzen? Oder ist es eher nur, auf illegale Migration bezogen?

Integration ist lokal auch sehr unterschiedlich zu sehen. Wenn ich zum Beispiel in Grünau bin und ich habe von 22 Schülern einen, ganz egal von wo er ist, dann ist es dort überhaupt kein Problem. Der hat dort in kürzester Zeit auch die benötigten Deutschkenntnisse, weil er sich dort auch nicht anders artikulieren kann. Schaut man aber zum Beispiel nach Traun oder Ansfelden, wo im Schnitt 84 Prozent der Schüler nicht Deutsch als Muttersprache haben, dann ist dort die Problematik komplett anders, und dort müssen wir auch schauen, dass uns das Fass nicht überläuft.

Bei vielen Zuwanderern fällt auf, dass sie sich sehr stark mit ihrem Heimatland verbunden fühlen. Wie will man die jetzt für Österreich gewinnen?

Naja, wenn er das System Österreich, mit allen Vor- und Nachteilen, in Anspruch nimmt, dann erwarte ich auch, dass er wie ein Österreicher denkt.

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