Viele Menschen müssen den Gürtel aufgrund der Krise enger schnallen. Die Stadt Wels versucht daher, den Bürgern zu helfen, auch wegen der Unberechenbarkeiten der Corona-Politik. Familien sollen daher die Kosten für Kindergärten oder Hort erlassen werden.

Gerade Familien haben es in Corona-Zeiten schwer und sind auf die Unterstützung der Politik angewiesen. Deshalb versucht die Stadt auch, die Bürger nach Möglichkeit zu entlasten.

Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Situation der Familien gelegt. Eine Maßnahme dafür soll bei der kommenden Gemeinderatssitzung am 14. Dezember gesetzt werden.

Keine Gebühren bei Nichtbesuchen von Betreuungseinrichtungen

Im Gemeinderat wird der Antrag eingebracht, dass für die Dauer des dreiwöchigen Lockdowns bei Nichtbesuchen der Kinderbetreuungseinrichtung keine Gebühren bezahlt werden müssen.

Dies gilt für all jene Kinder, die in diesem Zeitraum außerhalb ihrer Kinderbetreuungseinrichtung betreut wurden, sofern die Dauer der Abwesenheit durchgehend eine Woche (fünf aufeinanderfolgende Besuchstage) beträgt.

Obwohl der Lockdown erst am Dienstag, 17. November begonnen hat, wird die gesamte Woche nicht verrechnet. Zwar hatten die Kinderbetreuungseinrichtung der Stadt auch während des zweiten Lockdowns geöffnet, allerdings zeigte sich, dass viele Eltern ihre Kinder daheim behielten.

So fanden sich in der ersten Lockdownwoche lediglich 28 Prozent der Kinder in den Horten und 42 Prozent in den Kindergärten ein. Da im ersten Lockdown ähnliche Erfahrungen gemacht wurden, hatte der Welser Gemeinderat unmittelbar danach eine Novellierung der Tarifordnung beschlossen.

Somit ist es ab sofort möglich, dass der Stadtsenat den Elternbeitrag erlassen kann, wenn eine Kinderbetreuungseinrichtung aufgrund von behördlichen Empfehlungen mindestens eine Woche nicht besucht wird.

Andreas Rabl möchte Eltern entlasten

Zwar liegt derzeit keine behördliche Empfehlung vor, dass Kinderbetreuungseinrichtungen nicht genutzt werden sollten, dennoch möchte man in der Stadt Wels die Eltern, die ihre Kinder nicht in Betreuungseinrichtungen abgeben, unterstützen.

„Es ist mir ein Bedürfnis, in diesen schwierigen Zeiten die Eltern zu entlasten. Auch wenn keine behördliche Empfehlung ausgesprochen wurde, soll jede Familie ohne finanziellen Nachteil selbst entscheiden“, so der freiheitliche Welser Bürgermeister Andreas Rabl.