War das ein Musikantenstammtisch! Das war ein unverhofftes Wiedersehen mit musikalischen Freunden, von denen ich die meisten schon seit mehr als 30 Jahren begleite.

Ein Beitrag von Leo Walch

So steckte letzthin nicht nur Herbert Schinkinger, der erste Harmonikaspieler des Donautal-Duos, den Kopf zur Tür in Charlys Union Gasthaus herein, sondern auch „Urigen“-Chef Bertl Brunner, der die „Donautaler“ schon lange kennt, aber noch nie mit ihnen gemeinsam auf der Bühne stand, weil jeder immer gerade anderswo im Einsatz war.

Neues Oberkrainer-Ensemble

Mit dabei auch Akkordeon- und Harmonikaweltmeister Hannes Usner, der mit seinem Sohn und slowenischen Musikanten ein neues Oberkrainer-Ensemble auf die Beine stellen möchte. Diesmal waren auch Thomas Rumpfhuber, Hannes Brandner, Patrick Ofner, Siegi Rieger und der Trauner Spitzbua Ernst Pfeffer ebenfalls zum Stammtisch gekommen sowie – frisch und fit wie früher – auch Robinson, die kleinere Hälfte des früheren Popduos „Waterloo & Robinson“.

Obwohl Sepp Krassnitzer – wie Robinson bürgerlich heißt – im Vorjahr auch schon seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, ist er noch immer als aktiver Musiker unterwegs, frei nach der Devise: Was die Stones können, sollte auch mir gut möglich sein – und ist es auch!

Afrika-Hilfsprojekt „Schilling für Shilling“

Für seinen Freund Edi Kroll, den Malermeister aus St. Georgen an der Gusen, setzt sich Robinson für dessen Afrika-Hilfsprojekt „Schilling für Shilling“ (damit sind der ehemalige österreichische und der kenianische Schilling gemeint) ein. „In zehn Jahren haben wir schon fünf Brunnen gebaut und jetzt eine Schule für Waisenkinder eröffnet“, sagt Robinson, der selber noch einiges vorhat.

Am 3. März ist er einer der Juroren beim Schlagercontest im Linzer Casino und im Sommer gastiert er wieder öfter in Kroatien. Eine neue CD ist ebenfalls in Planung.

Weinetiketten malen

Groß war die Freude bei Robinson als er bei unserem Gespräch auch seinem alten Kumpel Peter Riepl begegnete, einem ehemaligen ORF-Sportreporter, der früher mit ihm unter der heißen Sonne Afrikas unterwegs war.

Lässt sich auch bei uns die Sonne wieder einmal blicken, dürfte der Musiker und Hobbymaler Robinson wieder in seinem grünen Linzer Schrebergartenparadies verweilen, die schönen Tage genießen und vielleicht ein paar neue Weinetiketten malen.