Ein Lehrer wird vom Dienst suspendiert, weil er eine weibliche Schülerin als „Mädchen“ bezeichnet. Unter-14-Jährige werden mit ,,Hormonblockern’’ behandelt, um ihnen die Entscheidung zu einer Geschlechtsumwandlung zu erleichtern. Erwachsene können mit einer einfachen Erklärung und ohne weitere ärztliche Untersuchung ihr Geschlecht auf Lebzeiten ändern.

Ein Kommentar von Nicole Di Bernardo

Was klingt wie die Zeilen aus einem schlechten Science-Fiction Roman, ist in England bereits Realität („Wochenblick“ berichtete).

Gefährlicher Gender-Wahn

Dort haben sich alleine im letzten Jahr über 2.000 Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren bezüglich ihrer Geschlechtsidentität behandeln lassen. Diese dramatischen Zahlen stehen für einen Gender-Wahn, der immer mehr um sich greift.

Schon die jüngsten werden davon beeinflusst. Aber ist ein dreijähriges Kind wirklich dazu in der Lage in vollem Bewusstsein aller Konsequenzen zu erklären, dass es sich als Mädchen oder Junge nicht wohl fühlt und lieber jemand anders wäre?

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Liberale Scheinwelt

Oder spiegelt es dabei nur einen Zwang wieder, der von einer liberalen Scheinwelt ausgeübt wird? Die Befürworter dieses Systems sind der Ansicht, dass es in einer modernen Welt jedem frei steht, sein Leben individuell zu gestalten.

Dem stimme ich auf jeden Fall zu, denn diese Selbstbestimmung ist ein wichtiges Privileg unserer Gesellschaft. Aber was ich in Frage stelle ist, inwieweit wir dabei durch den Drang zur übertriebenen politischen Korrektheit beeinflusst werden.

Zusätzlicher Stress für Jugendliche

Die Verabreichung von Pillen – die eine Entwicklung von Geschlechtsorganen und Behaarung stoppen – an Jugendliche wird damit argumentiert, dass diese somit die Möglichkeit haben „sich selbst zu finden“.

Dabei soll der Stress, der andernfalls durch die Pubertät für jugendliche Transgender besteht, reduziert werden. Ich jedoch habe meine Bedenken, ob man dadurch in vielen Fällen nicht zusätzliche Probleme erzeugt, wenn man abseits der alltäglichen Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens noch die Frage nach der Auswahl des Geschlechts dazustellt.

Politische Korrektheit: Gefahr für unsere Kinder

Kinder sollten in einer Welt aufwachsen, in der sie ihre Persönlichkeit auszuleben dürfen. Wir sollten dabei jedoch stets kritisch hinterfragen, wo diese Freiheit aufhört und der linke Zwang anfängt, denn andernfalls werden unsere Kinder eines Tages von der politischen Korrektheit aufgefressen.