ingrid brodnig jakob winter profil
Der mutige Vlogger spart nicht an deutlicher Kritik.

Das „profil“-Journalisten-Pärchen Jakob Winter und Ingrid Brodnig hat in einem eigens produzierten Video versucht, alternative, nonkonforme Medien und ihre Arbeit naserümpfend zu erklären. Jetzt reagiert ein mutiger Vlogger mit einem eigenen Videokommentar und zerlegt den Beitrag inklusive den aufgestellten Behauptungen in seine Einzelteile.

Ein Kommentar von Philipp Fehrerberger

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Friedrich Langberg schafft es in dem Video, den „profil“-Journalisten mit einer gehörigen Portion Humor und knallharten Fakten den Spiegel vorzuhalten.

„Profil“-Video sonst kaum beachtet

Offenbar gehörte der Polit-Experte und Journalist auch zu den wenigen Betrachtern des Peinlich-Videos, denn dieses hat auf Youtube lediglich 129 Aufrufe und kein einziges „Gefällt mir“. Hingegen bewerteten es 18 Nutzer mit einem „Gefällt mir nicht“ (Stand 10. April, 17.25 Uhr) .

Die „Ehrenrettung der konventionellen Medien“, um die „bösen alternativen Medien“ von rechts zu demaskieren, ist laut dem Polit-Experten völlig in die Hose gegangen.

Jakob Winter: Vom Jungsozialisten zum „Profil“-Redakteur
Recht extrem: Sichtlich stolz posiert der Jungsozialist Winter hier vor einem Porträt von Otto Bauer. Besonders pikant: Der Austromarxist und gleichzeitige Sozialdemokrat Bauer forderte 1918 federführend unter anderem den Anschluss Österreichs an Deutschland… Eine eigenständige Republik Österreich lehnte er ab.

„Profil“-Video ging völlig in die Hose

Zunächst geht es um den Vorwurf von Winter, ein Großteil der Redaktionsmitglieder dieser Medien weise eine Nähe zur FPÖ auf.

Und schon hier beginnt Langberg das Video zu zerlegen, erklärt akkurat die Aufstellung der „profil“-Redaktion. Herbert Lackner war bis zu seiner Pensionierung vor zwei Jahren Innenpolitik-Chef beim „profil“. Seine journalistische Laufbahn begann 1975 ausgerechnet in der SPÖ-Parteizentrale.

„Profil“-„Journalisten“ extrem SPÖ-nah

Ab 1980 hat er für die SPÖ-eigene „Arbeiterzeitung“ geschrieben. Diese ging 1991 bankrott, nur ein Jahr später landete Lackner beim „profil“.

Ähnlich sieht es bei der aktuellen Innenpolitik-Chefin Eva Linsinger aus. Und auch der aktuelle Chefredakteur Christian Rainer kam über die „Arbeiterzeitung“ zum „profil“ .

Brodnig im SPÖ-Umfeld

Ebenso typisch: Am Montag durfte die einschlägig linke „Journalistin“ Ingrid Brodnig beim Bundeskongress der Frauenorganisation der „Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen“ eifrig mit sozialdemokratischen Aktivistinnen mitdiskutieren

Die näheren Zusammenhänge, und wie es bei den anderen Mainstream-Medien wie dem ORF aussieht, erklärt Langberg in seinem Video. Die messerscharfe Analyse des Bloggers ist nur der erste Teil, ein zweiter erscheint noch:

SPÖ-Nähe entlarvt Redakteure

Trotz der offensichtlichen SPÖ-Nähe erdreisten es sich die beiden Redakteure Winter und Brodnig, das Magazin „profil“ und sich selbst als „unabhängig“ darzustellen. Winter selbst war – wenig überraschend – in der Sozialistischen Jugend aktiv.

Besonders lustig gestaltet sich die Szenerie, als Jakob Winter an einem „Wochenblick“-Zeitungsstand ernsthaft behauptet, der ORF und ähnliche Medien würden dem „Wochenblick“ „das Geschäftsmodell wegnehmen“.

ingrid brodnig
Die umstrittene „Journalistin“ Ingrid Brodnig macht aus ihrer einschlägig linken Gesinnung keinen Hehl.

„profil“-Druckauflage hat sich halbiert

Natürlich ist hier – wie Langberg richtig festhält – genau das Gegenteil der Fall: „Ihr selbst macht gerade ein verhältnismäßig aufwändig gestaltetes Video, mit dem ALLEINIGEN Ziel, nicht nur einzelne Personen oder wenigstens Zeitungen, sondern ein GANZES SPEKTRUM der Medienlandschaft zu diskreditieren“, kommentiert der Blogger.

Er zeigt – vermutlich zum Unwohlsein des „profil“ – die Veränderung der Drucklauflage des Wochenmagazins auf. Fakt: Die Druckauflage des „profil“ hat sich in den letzten 20 Jahren fast halbiert! Warum bloß, fragen wir uns beim „Wochenblick“?

Weitere brisante Einblicke gibt es im Video von Langberg, dem wir gar nicht allzu viel vorwegnehmen wollen. Aber eines ist klar: Das Gelächter ist jetzt schon groß.

christian rainer profil
Der „profil“-Chefredakteur Christian Rainer lernte sein „journalistisches“ Handwerk unter anderem beim ehemaligen SPÖ-Parteiorgan „Arbeiterzeitung“.

Nutzer machen sich über Pärchen lustig

Auch Nutzer der Videoplattform Youtube können sich kaum zurückhalten. So heißt es von einem Carl Stephen Berg: „Man glaubt es wäre eine billige DDR-Propaganda Persiflage, so dümmlich gemacht dass es schon nahe an Switch Reloaded stösst. Dilettantische Comedy als seriösen Journalismus zu verkaufen, das ist schon echt billig und zeigt auf für wie dumm sie die Zuschauer halten.“