Aus Sicht vieler US-Konservativer stellt ein neuer Vorstoß der Demokraten in Kalifornien einen Dammbruch in Richtung Legalisierung von Pädophilie dar. 

Am Montag schaffte es ein Gesetzesentwurf durch das von der linksliberalen Partei dominierte Staatsparlament von Kalifornien, der die Gemüter hochgehen lässt. Die Vorlage, über die nun der – ebenfalls demokratische – Gouverneur Gavin Newsom entscheiden muss, will nämlich niedrigere Strafen für Schwulen-Sex mit Minderjährigen.

Praxis laut Initiator „Homosexuellen-Diskriminierung“

Dabei soll es künftig einem Richter überlassen sein, zu entscheiden, ob ein Verurteilter nach seiner Freilassung auf der Sexualstraftäter-Liste verbleiben muss – vorausgesetzt, er habe sich dabei keiner anderen Straftat schuldig gemacht. Bislang war eine Eintragung in diesem Register Pflicht, wenn oraler oder analer Geschlechtsverkehr stattfindet. Die Neuerung beträfe Fälle, in denen der Sex im Einvernehmen geschah und zwischen Personen mit einem Altersunterschied unter zehn Jahren.

Weil es diese Möglichkeit der Abwägung bereits für heterosexuelle Sexualakte gibt, die den vaginalen Geschlechtsverkehr betreffen, sah der offen homosexuelle Demokraten-Politiker Scott Wiener darin eine „offensichtliche Diskriminierung“ für gleichgeschlechtlich Liebende. Die gegenwärtige Regelung würde Betroffenen „ihr Leben ruinieren“, weil es für sie schwieriger werde, eine Arbeit anzutreten oder eine Wohnung zu bekommen.

Vorlage betrifft „einvernehmlichen“ Sex mit Jugendlichen

Es sei an der Zeit, „alle gleich zu behandeln“, Diskriminierung gegen Homosexuelle sei „nicht die kalifornische Art“. Auch sonst beruft sich Wiener laut Breitbart darauf, dass sein Vorschlag keine großen Auswirkungen habe: Kalifornien hat strenge Gesetze bezüglich Verführung Minderjähriger. Das Mindestalter für einvernehmlichen Geschlechtsverkehr ist 18 Jahre, Sex mit Unter-14-Jährigen zählt hingegen automatisch als Vergewaltigung.

Der Entwurf richtet sich also in Richtung aller Fälle, wo die jüngere Person zwischen 14 und 17 Jahren alt war. Wiener wirft Kritikern seines Vorschlages vor, eine „rechte Desinformationskampagne“ zu betreiben. Tatsächlich regt sich aber auch in der eigenen Landespartei Widerstand, die Politikerin Lorena Gonzalez aus San Diego äußerte ihr Unverständnis: „Als Mutter kann ich mir nicht vorstellen, wie Sex zwischen einem 24-Jährigen und einem 14-Jährigen jemals einvernehmlich sein könnte“.

US-Konservative entsetzt: „Pädophilie wird legalisiert“

Besonders scharf war dennoch die Kritik konservativer Stimmen. Lila Rose, eine bekannte Aktivisten gegen Abtreibungen, befand: „Es ist unmöglich, dass ein Erwachsener einen *einwilligenden* Minderjährigen missbraucht. Das normalisiert Pädophilie und ist ekelhaft. Jeder Abgeordnete, der dafür stimmte, sollte zurücktreten.“

Der konservative Publizist Ian Miles Cheong befürchtet, dass „Richter, die Pädophilen wohlgesonnen sind“, die Rechtsprechung maßgeblich beeinflussen könnten.

Auch die mittlerweile in Österreich lebende US-Videojournalistin und Buchautorin Brittany Sellner, der US-Öffentlichkeit bekannter unter ihrem Mädchennamen Pettibone, äußerte sich deutlich. Sie schrieb: „Langsam aber sicher versuchen sie, Pädophilie zu legalisieren. Das ist es. Der absolute Tiefpunkt. Es gibt nichts Böseres.“