In Horn konnte eine Horror-Straftat geklärt werden. Vier Räuber stürmten Ende September ein Einfamilienhaus, in dem sich einige junge Männer aufhielten. Mit einem Schlagring prügelten die Täter auf ihre Opfer ein und räumten Brieftaschen und Wohnung aus. Nun wurde ein „Russe“, zwei Rumänen und ein „Österreicher“ als Täter ermittelt und in Haft genommen.

Am 28. September zerstachen die Täter zunächst die Autoreifen eines ihrer Opfer. Dann stürmten sie das Einfamilienhaus. Laut Polizeibericht waren sie mit einem Schlagring, einem Messer und einer Faustfeuerwaffe ausgerüstet. Die vier Räuber drangsalierten ihre sechs Opfer, allesamt junge Männer. Mit den Fäusten und einem Schlagring prügelten sie auf zwei von ihnen ein, während die restlichen Anwesenden mit der Pistole bedroht wurden.

Geraubt wurde ein mittlerer dreistelliger Betrag an Bargeld, zwei Spielkonsolen, ein Notebook, eine Spiegelreflexkamera und ein Handy. Nach zehn Minuten hatte sich das bunte Migrantenteam genug bereichert und trat die Flucht an. Die Opfer wurden zum Glück nur leicht verletzt, sie erlitten Rissquetschwunden und Abschürfungen. Über ihre Nationalität ist nichts bekannt.

Voller Erfolg nach drei Wochen Ermittlung

Bereits einen Tag nach der Tat konnten Kriminalisten der Polizeiinspektion Horn einen 19-jährigen Tatverdächtigen mit russischen Papieren als Täter ermitteln. Dieser wurde am 29. September vorläufig festgenommen und befragt. Er zeigte sich geständig, schwieg aber eisern zu seinen Mittätern. Den Beamten gelang es trotzdem, zwei 27-jährige Rumänen und einen 19-Jährigen mit österreichischen Papieren ausfindig zu machen. Diese wurden jetzt am 17. Oktober in St. Pölten verhaftet. Bei der Hausdurchsuchung wurden Teile der Beute sowie der Schlagring und ein Messer sichergestellt.

Inzwischen sind alle vier Beschuldigten geständig. Ihnen wird wegen schweren Raubes der Prozess gemacht. Laut Polizeibericht wurde ihnen „die Untersuchungshaft in Aussicht gestellt“.