Vergangene Woche wurde in der norwegischen Stadt Vadso ein 18-jähriger Mitarbeiter eines Coop-Geschäftes während der Arbeit erstochen. Beschuldigt wird ein 17jähriger Afghane, der die Tat bestreitet – obwohl die Polizei einen Kameramitschnitt hat.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

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Tatwaffe verschollen

Das Motiv ist noch unklar. Mittlerweile schließt die Polizei nicht mehr aus, dass der Mord von mehreren Leuten geplant war. Im „Coop“ sind auch Afghanen beschäftigt.

Vergangenen Samstag rasten Polizei und Rettung zum Coop Extra Store in Vadso. Dort fanden sie den ermordeten Havard Pedersen. Obwohl Arbeitskollegen vor Ort waren, sahen sie nicht, was in diesen Sekunden passierte – nur, dass ein Junge mit einem „messerähnlichen Gegenstand“ aus dem Geschäft rannte.

Nach einer vierstündigen Verfolgungsjagd wurde der junge Afghane festgenommen. Die Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden.

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Der massiv Beschuldigte war bereits amtsbekannt, belästigte Mädchen.

Belästigte immer wieder Mädchen

Der Afghane wird jetzt wegen Mord angeklagt. Er besuchte mit dem Opfer dieselbe Schule. Er kam 2015 nach Norwegen, hat bis Ende des Jahres eine Aufenthaltserlaubnis und keine Familienangehörigen im Land. Er war bereits amtsbekannt, weil er im Juni Mädchen belästigte und verfolgte.

Die Polizei forderte ihn auf, das zu unterlassen. Ein Arbeitskollege des Opfers kritisierte in einem Facebook-Posting, dass die Stadtbehörde da viel zu wenig tue. Der Afghane sei auch seiner Schwester sogar bis nach Hause gefolgt. Er habe das 2 Wochen vor dem Mord gemeldet. Am Tag des Mordes sei der Afghane ins Geschäft gekommen und habe „krank“ ausgesehen.

Berührendes Posting vom Bruder

Der Bruder des Ermordeten, Henning, postete auf Facebook: „Alles, was menschliche Vernunft und Mitgefühl genannt wurde, existiert nicht mehr. Die Person, die ich am meisten liebte…wurde mir am Samstag entrissen. Wir waren wie Salz und Pfeffer, wie Ying und Yang. Mein Bruder war mein großes Vorbild…“

Der Coop-Leiter sprach von einer Tragödie. Der Bürgermeister von Vadso, der seinen Urlaub abbrach, nannte die Tat „schrecklich und unwirklich“.

Afrikaner köpfte ältere Frau und Sohn

Der Fall erinnert an einen ähnlich brutalen Mord in Schweden, vor Jahren, bei dem eine ältere Frau mit ihrem Sohn in einem Kaufhaus von einem Afrikaner geköpft wurde, dessen Asylansuchen kurz davor abgelehnt worden war. Schwedische Medien hielten sich über den Tathergang immer bedeckt, über Augenzeugen kam er an die Öffentlichkeit.