Nach dem schockierenden Vorfall bei dem ein Lehrer in einer Wiener HTL in Ottakring von einem jugoslawischen Schüler gegen die Tafel geschleudert wurde („Wochenblick“ berichtete), sind nun noch mehr Videos zu weiteren Vorkommnissen aufgetaucht. Der Schuldirektor sieht die Schuld beim Lehrer, doch dieser berichtet nun: „Ich wurde monatelang schikaniert!“ Wiens Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) fordert nun Erziehungscamps für die Krawall-Schüler.

Am Freitag tauchte bereits ein Video auf, bei dem ein Professor von mehreren Schülern mit Migrationshintergrund während einer Auseinandersetzung eingekreist wird. Der Pädagoge will einen 18-Jährigen aus der Klasse verweisen, doch dieser schreit ihn an: „Halt‘s Maul!“ Nach mehrmaligen Aufforderungen und einer weiteren Beschimpfung des Schülers, soll der Lehrer diesen angespuckt haben.

Werbung

Videos zeigen dramatische Vorfälle

Mittlerweile wurden weitere Videos veröffentlicht, die den Lehrer beim Unterrichten zeigen. Die mehrheitlich migrantischen Schüler weisen keinerlei Respekt noch einen angemessenen Umgang gegenüber der Lehrperson vor. Der circa 50-jährige Pädagoge wird mit Papierkugeln abgeschossen, ein Schüler pfeift ihm mit einer Trillerpfeife lautstark direkt ins Ohr. In einer weiteren Aufnahme sieht man, wie ein Schüler sich direkt neben dem Lehrer einen mutmaßlichen Joint dreht und diesen auch im Klassenzimmer anzündet. Der Professor scheint in den Aufnahmen das Martyrium stillschweigend zu ertragen und sich nicht zu wehren. Er wirkt komplett machtlos.

Schüler: „Hast du keine Eier?“

Der Lehrer spricht nach diesen Vorfällen offen über das monatelange Mobbing gegen seine Person. Er wurde vom Schüler, der ihn gegen die Tafel gestoßen hatte, bereits in der Vergangenheit als „einen Haufen Scheiße“ bezeichnet. Außerdem musste er sich die Frage: „Hast du keine Eier?“, gefallen lassen. „Er hat mich gefragt, ob ich ‚Mein Kampf‘ gelesen habe und was ich von Hitler halte“, meinte der Professor zu weiteren provozierenden Aussagen.

Wiener FP-Politiker fordern jetzt Konsequenzen

Bildungs- und Jugendsprecher der Wiener FPÖ, Stadtrat Maximilian Krauss, ist über die Brutalität des angreifenden Schülers gegenüber der Lehrkraft schockiert. „Respektloses Verhalten ist leider kein Einzelfall – neu ist die unverblümte körperliche Gewalt gegen Lehrer“, berichtet Krauss von zahlreichen Gesprächen mit verängstigten Lehrern, Schülern und Eltern. „Kein Lehrer muss sich so ein Fehlverhalten gefallen lassen!“

Für Wiens Vizebürgermeister Dominik Nepp sind die Bilder aus der HTL in Ottakring „zutiefst verstörend und alarmierend“, jedoch aufgrund des Anstieges von Gewaltdelikten an Wiens Schulen seit dem Vorjahr „leider wenig überraschend“. Er fordert nun erneut neben einem umfangreichen Sicherheitskonzept seitens des Stadtschulrates auch die Schaffung sogenannter „Erziehungscamps“. Hier sollen gewalttätige Problemschüler, betreut von Psychologen, Sozialpädagogen und Ärzten jene Hilfe erhalten, die zu ihrer Resozialisierung nötig ist.

Aus Sicht des Vizebürgermeisters und der FPÖ-Wien sollen gefährliche und gewalttätige Schüler dem Regelunterricht zum Schutz aller anderen nicht länger beiwohnen dürfen.