Der Mega-Wirbel um die umstrittene Journalistin Hanna Herbst hört nicht auf: Nachdem die an sich fesche Feministin und jetzt beleidigte Blondine nach der NÖ-Wahl schimpfte, Österreich solle „einfach nicht existieren“, brodelte es in der Twitter-Gemeinde ordentlich. Während sich das linke Polit- und Medien-Establishment mit Herbst solidarisierte, kritisierten sie viele einfache Österreicher scharf.

Ein Kommentar von „wochenblick.at“-Chefredakteur Johannes Schüller

Eine an sich fesche Feministin und der unangepasste Journalismus des „Wochenblicks“: Das scheint eine Kombination zu sein, die sich bei Internet-Nutzern höchster Beliebtheit erfreut. Unser Artikel „Linke Journalistin schockt: Österreich ’sollte nicht existieren‘!“ wurde inzwischen mehr als 17.000mal gelesen und sorgte auf Facebook und Twitter für angeregte, mitunter auch etwas heftige Diskussionen.

Artikel sorgt für Wirbel

Beim unabhängigen Analyse-Portal „10.000 Flies“ hat es der brisante Aufreger-Artikel am Dienstag auf Platz 9 der meistgelesenen Artikel in den sozialen Medien geschafft – und das im gesamten deutschsprachigen Raum!

„Wichtige Arbeit“

Sogar Ex-Kanzler Christian Kern meldete sich nach der Berichterstattung zu Wort. Jedoch stieß ihm der Wirbel um die von einigen Nutzern „Hass-Hanna“ genannte Herbst unangenehm auf. „FPÖ&Freunde sind gerade dabei die Grenzen politischer Kultur&Moral Stück für Stück zu verschieben. Das darf man nicht hinnehmen. Sie repräsentieren nicht unser Österreich“, polterte der SPÖ-Boss auf Twitter. 

Brisante Themen?

Warum ausgerechnet Herbst, laut der Österreich ja gar nicht existieren soll, eine wichtige Arbeit für das Land leisten, geht indes nicht aus dem Tweet hervor. Herbst fiel unter anderem mit ihrer Berichterstattung über „Omas gegen Rechts“ oder die „Generation Komasaufen“ bei der einschlägig linken Online-Postille „Vice“ auf. Das Urteil darüber, ob diese Themen für Herr und Frau Österreicher von Wichtigkeit sind, mag jeder selbst entscheiden.

Bei den Vertretern der Mainstream-Medien trifft Herbsts Arbeit jedenfalls auf offensichtlich einhellige Begeisterung. So wurde die Frau, die findet, „dieses Land sollte einfach nicht existieren“ nicht nur zuvor vom Branchenblatt „Der österreichische Journalist“ als eine der besten Jung-Journalistinnen ausgezeichnet, sondern stieß mit eben jenem unfassbaren Sager beim ORF-Journalisten Stefan Kappacher auf Verständnis. Der bekam übrigens vor wenigen Tagen vom Branchenblatt ebenfalls eine Auszeichnung.

stefan kappacher orf
Auch Stefan Kappacher mag Hanna Herbst.

Scharfe Kritik an ORF-Kappacher

Zugleich musste sich Kappacher jedoch aufgrund seiner umstrittenen Zuneigung auch deutliche Kritik gefallen lassen. „Stefan Kappacher hat damit als Mitarbeiter des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks einen großen Erklärungsbedarf“, betonte der FPÖ-Mediensprecher und Nationalratsabgeordnete Hans-Jörg Jenewein jetzt. Er erkennt Kappachers Verbal-Entgleisung zu Recht als Beweis dafür, dass es sich beim durch Zwangsgebühren finanzierten ORF keineswegs um eine politisch annähernd objektive Einrichtung handle.

„Im ORF wird der öffentlich-rechtliche Kernauftrag von politisierenden Redakteuren mittlerweile mit Füßen getreten“, unterstreicht Jenewein. ORF-Generaldirektor und Top-Verdiener Alexander Wrabetz müsse sich jetzt endlich erklären und um die Objektivität seines Senders bemühen, fordert Jenewein. So oder so steht fest: Bei vielen Österreichern gilt der ORF schon längst nicht mehr als halbwegs sachliche Nachrichtenquelle, sondern vielmehr als gigantischer Zwangsgebührenmoloch!

Mainstream kümmert sich um Herbst

Wie empfindlich das linke Medien-Establishment auf Kritik an bewusst provokanten Sagern reagiert, bewies auch der vorgebliche „Falter“-Enthüllungsjournalist Florian Klenk. Der Journalist des Magazins, das seine historischen Wurzeln in der linksextremen Szene hat, schlug sich schnell auf die Seite von Herbst, fand Kritiker von Herbst „unfassbar verklemmt“:

florian klenk

„Warum ist so etwas überhaupt erlaubt?“

Freilich empörten sich die wenigsten Journalisten über Herbsts Sager, wohl aber über die mitunter sehr emotionalen, ausfälligen und sehr unangemessenen Reaktionen vieler – zu Recht empörter – Österreicher. Denn bei patriotisch gesinnten, einfachen Bürgern sorgte die schockierende Stellungnahme von Herbst für reichlich Unmut. „Warum ist so etwas überhaupt erlaubt“, fragte ein Leser in die Twitter-Gemeinde. Bei Kappacher, Klenk und Co. dürfte er vergeblich auf Antwort hoffen…