steyr spö Franz-Michael Hingerl

Nicht nur im Salzkammergut kann man gut lustig sein – wie es in einem Operettenlied heißt –, sondern auch im oö. Zentralraum, wie zwei Vorfälle aus jüngster Zeit zeigen.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

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SPÖ-Mann setzt sich Denkmal

Für die allgemeine Gaudi sorgten zwei SPÖ-Gemeinderatsmitglieder, der Franz Michael Hingerl aus Steyr und die Silvia Huber aus Wels, die mit zwei bemerkenswerten Aktionen aufhorchen ließen.

Der Hingerl hat sich im Pflaster des Hauptplatzes von Steyr mit seinem Namenszug zu verewigen versucht und sich damit ein Denkmal mit dem weltweit schnellsten Verfallsdatum gesetzt.

Mittlerweile ist es nämlich schon Geschichte. In Wels wiederum gerierte sich Vizebürgermeisterin Silvia Huber unlängst auf dem Wochenmarkt als Verteilerin von Mehrweg-Einkaufsnetzen an die Bevölkerung, in der Hoffnung, dass dann viele dünne Plastiksackerl eingespart werden.

Praktische Einkaufsnetze

Diese rührende Geste zur Umweltschonung und „Klimarettung“ dürfte letztlich wohl genau so wirkungslos verpuffen wie seinerzeit schon Bruno Kreiskys Empfehlung an die Männer, sich doch nur mehr nass zu rasieren, um Energie zu sparen.

Soll, bitte schön, nur ja niemand mehr sagen, dass die Genossen humorlose Spaßbremsen wären. Ich jedenfalls werde in Zukunft wohl jede Menge Gaudi dabei haben, wenn ich die Hinterlassenschaften meines Katers im Kistl mit einem Einkaufsnetz zu entsorgen versuche.